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Bauantrag für neue Moschee ist gestellt

Langenhagen Bauantrag für neue Moschee ist gestellt

Auf 3000 Quadratmetern Gebäude- und Außenfläche hat die Türkisch Islamische Gemeinde in Langenhagen an der Karl-Kellner-Straße 108 ein neues Zentrum gefunden und bereits schon bezogen. Kauf und geplanter Umbau zur Moschee sind eine Millioneninvestition.

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Vorher Spedition, jetzt Eigentum der Türkisch Islamischen Gemeinde zu Langenhagen: Die Mitglieder freut es.

Quelle: Kallenbach

Langenhagen. Hinrich Werdermann aus Hannover stand unverhofft vor einem türkischen Büfett statt vor den üblichen Mett- und Käsebrötchen nach seiner Blutspende, diesmal dort bei der islamischen Gemeinde. Es war der erste DRK-Blutspendetermin in den neuen Räumen. Werdermann indes, Fahrdienstleiter bei der Bahn AG, hat nunmehr 200 Mal Blut gespendet, jedesmal an anderen Orten, wie es in seinen Dienstplan passt. „Das sind 100 Liter Blut“, bescheinigte Roswita Falkenberg. Sie ist neu im Amt als Leiterin der Blutspende beim DRK-Ortsverband Langenhagen.

Zwischen zwei Freitagsgebeten fanden sich Mitglieder der Gemeinde zur Blutspende ein. Seit vielen Jahren bietet die islamische Gemeinde dem Roten Kreuz schon diese Gelegenheit – bis 2015 in der vorherigen Moschee an der Bahnhofstraße. Angesprochen sind immer auch Langenhagener, und viele nehmen den Termin wahr.

Platzprobleme hatte die Türkisch Islamische Gemeinde in ihrem alten Domizil, das sie seit 30 Jahren nutzte, schon seit langem. Im Dezember wurde für die neue Immobilie an der Karl-Kellner-Straße der Kaufvertrag unterschrieben; Gebäude und Parkflächen gehörten vorher einer Spedition. Seit Februar ist die Glaubensgemeinschaft, ein Verein mit 160 Mitgliedern, vollständig eingezogen.

Der Bauantrag für den Umbau der Gebäude zur neuen Moschee sei gestellt, berichtet Kanber Uckun von der Glaubensgemeinde. „Wir sind stark interessiert, dass wir vor dem Winter einziehen können.“ Ein Obergeschoss soll aufgesetzt werden; darin findet der große Gebetsraum Platz. Zwei getrennte Aufgänge für Frauen und Männer sind erforderlich, eine Treppe und ein Fahrstuhl sind vorgesehen. Im unteren Bereich des Gebäudes sind ein Konferenzraum, ein Lokal und eine Küche geplant. „Wir hoffen, dass wir die Genehmigung bekommen und bald bauen können“, betont der Sprecher.

Die jetzigen Räume werden vorläufig genutzt, und als Gebetsraum dient ein großer Pavillon auf den Parkflächen. Ein gemieteter Waschraum-Container steht daneben. Für die Kinder steht schon ein Spielplatz offen. In die Million, meint Uckun, gehe die Gesamtinvestition.

„Das ist es uns wert“, betont er. „Wir waren 30 Jahre beengt an der Bahnhofstraße.“ Die alten Moscheeräume habe man an die Stadt Langenhagen vermietet, berichtet er weiter. Dort wolle die Verwaltung Flüchtlinge unterbringen.

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