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Umbau der Markthalle ist Puzzlearbeit

Langenhagen Umbau der Markthalle ist Puzzlearbeit

Der Umbau der Markthalle verschiebt sich. Laut Architekt Wilfried Feise beginnt die umfangreiche Modernisierung der Schlemmertempel jetzt am 15. Januar. Geplant war, im August mit der grundlegenden Sanierung zu starten.

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Eine Frischekur tut der Schlemmermeile im Herzen von Langenhagen sichtlich gut. Nur noch eine Änderungsschneiderei ist im Obergeschoss ansässig und die restlichen geschäfte stehen leer. Auch im Untergeschoss ist ein Leerstand zu verzeichnen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen. „Auf Wunsch der Mieter, die das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen wollen, beginnt die Komplettrenovierung erst im neuen Jahr“, berichtet der Hildesheimer Architekt über die Absprache mit den derzeitigen Standbetreibern. Feise ist von der Eigentümergemeinschaft Markthalle Langenhagen GmbH & Co KG, dem neuen Inhaber der Immobilie, im April mit der Umgestaltung beauftragt worden.

Indes sollen ab Oktober Reparaturarbeiten wie etwa an der Heizung, Klimaanlage, Elektroleitungen und Abdichtungen losgehen. „Diese Arbeiten geschehen im Hintergrund und werden von Gästen der Markthalle gar nicht bemerkt“, erklärt Feise.

Ein Vierteljahr dauert die Erneuerung der Technik im „Backstage“-Bereich. Erst dann geht es los mit der Neugestaltung der Stände und dem Obergeschoss. Während der laufenden Arbeiten werden mobile Wände eingezogen zur hermetischen Abriegelung. „Auch die Stände selbst müssen wir verschieben“, erläutert Feise.

Dem Architekten ist sehr wohl bewusst, dass der komplette Umbau mit sehr viel Puzzlearbeit verbunden sein wird und alles sehr genau abgestimmt werden muss.

Lediglich der Stand von Bäcker Schäfer und der Tabak- sowie Zeitschriften-Laden Presso bleiben unverändert.

Feise will die 1990 gebaute Europa-Markthalle neu positionieren. Denn seinen Angaben zufolge hat die Gourmet-Halle schon lange kein sogenanntes Refreshing erhalten. Mit der Frischekur will der Planer junge Menschen ansprechen und die nächste Generation einfach mitnehmen.

Derzeit laufen laut Feise Verhandlungen mit vielen Praxen. „Bislang ist noch nicht klar, wer in das Obergeschoss genau einzieht“, sagt Feise. Auch neue Mieter im Untergeschoss stehen nicht fest. „Allerdings überlegen zwei Mieter möglicherweise ihre Stände zu schließen“, berichtet Feise.

Derweil halten sich die Mieter der Markthalle noch immer bedeckt. Nach wie vor will sich kein Standbetreiber zu dem Bauvorhaben öffentlich äußern - und auch nicht seinen Namen in dieser Zeitung lesen. Zudem sind angeblich vielen die Pläne des Architekten noch unbekannt.

Dagegen steht fest: Zu Beginn der Bauarbeiten plant Feise ein Fest. Was bislang ein Herbstfest war, steigt nun eben im Januar.

Katerina Jaro-Vormeier

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