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Tiere ohne Schnäbel und Füße

Langenhagen Tiere ohne Schnäbel und Füße

Seit fast zwei Jahren befinden sich ein Adler, ein Pfau und eine Eulenfamilie aus Holz auf dem Godshorner Le-Trait-Platz. Nun haben Unbekannte die Skulpturen beschädigt. Den Tieren fehlen seither Schnäbel und Füße.

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Wolfgang Biewendt zeigt die Beschädigung der Skulpturen.

Quelle: Stephan Hartung

Godshorn. Wolfgang Biewendt nimmt es mit Galgenhumor. „Diese Kunstwerke stehen jetzt hier schon so lange. Ich habe mich gewundert, dass es nicht viel früher schon Vandalismus gab oder die Skulpturen mit Graffiti besprüht wurden“, sagt das Vorstandsmitglied des Kulturrings Godshorn. Der Verein hatte die Holzfiguren vor zwei Jahren in Auftrag gegeben.

„Es geht mal wieder nur um das mutwillige Zerstören“, ärgert sich Biewendt. Ende der vergangenen Woche fiel einem Kulturring-Mitglied der Schaden auf. Immerhin: Die abgebrochenen Teile lagen auf dem Boden herum. Biewendt hat sie eingesammelt, als er sich vor Ort ein Bild von den Beschädigungen machte.

„Vielleicht hilft das Martin Bode bei der Instandsetzung, möglicherweise kann er die abgebrochenen Teile anleimen.“ Bode ist der Motorsägenkünstler aus Hannover, der die Skulpturen hergestellt hat. „Natürlich werden wir ihm eine Entschädigung für diese Nacharbeit zahlen. Uns ist wichtig, dass die Kunstfiguren wieder ihren ursprünglichen Zustand erhalten. Denn sie haben einen Wert von etwa 6000 Euro“, sagt Biewendt.

Am Dienstag machte sich Bode selbst ein Bild von den Beschädigungen. Ob die Täter jemals ermittelt werden, ist fraglich. Der Kulturring hat zwar eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Jedoch beurteilt Alexander Zimbehl, Leiter Einsatz- und Streifendienst bei der Polizei Langenhagen, die Ausgangslage eher vorsichtig. "Die Ermittlungen werden jetzt einige Tage dauern. Es wird nicht einfach, die Täter ausfindig zu machen."

Holzkunst steht seit zwei Jahren

Im November 2014 war es soweit: Nach wochenlanger Vorarbeit stellte der Motorsägenkünstler Martin Bode seine Holzskulpturen auf dem Godshorner Le-Trait-Platz auf. Die drei Kunstwerke – ein Adler, ein Pfau und eine Eulenfamilie – wiegen zwischen 250 und 500 Kilogramm und entstanden auf Initiative des Kulturrings Godshorn. Beim vorherigen Familienfest am Maifeiertag befragte der Verein die Besucher, die Mehrheit votierte für solch tierische Kunstwerke. Der Kulturring finanzierte, auch dank Spenden, die Skulpturen.

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Von Stephan Hartung

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