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Unternehmer Uplegger setzt sich für Freibad ein

Langenhagen Unternehmer Uplegger setzt sich für Freibad ein

Geld bringt er nicht mit. Wohl aber Sachverstand und Personal: Der Eishallen-Gesellschafter Kay Uplegger wünscht sich einen Runden Tisch für den Erhalt des Freibades. Erst wenn alle Zahlen zu Besucherstrom und Technik auf dem Tisch liegen, könne ein Gemeinschaftsprojekt ernsthaft geprüft werden.

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Kay Uplegger kennt das Godshorner Bad seit Jahrzehnten. Jetzt holte er die Hannover Scorpions mit ihren Trainingslager dort hin.

Quelle: Zottl

Godshorn. Den letzten Ausschlag brachten die Stellungnahmen der Parteien zur Kommunalwahl in dieser Zeitung. "Bis auf eine Partei haben alle irgendwie Interesse bekundet, das Freibad zu erhalten. Und deshalb melde ich mich jetzt zu Wort." Dabei treibt Kay Uplegger bereits seit einem gutem Jahr die Idee um, das Freibadgelände für Schwimmer und Veranstaltungen zu erhalten. Seinerzeit habe er aber so recht keinen Anknüpfungspunkt in Langenhagen gefunden. Eines aber stellt Uplegger dabei gleich klar: "Ich trete hier nicht als Investor auf."

Was Uplegger vielmehr im Sinn hat, ist eine sinnvolle Verknüpfung des inzwischen etablierten Veranstaltungsbetriebes rund um die Eishalle im Winter mit einem Äquivalent im Sommer. "Die Eishallen-Gesellschaft könnte entsprechendes Personal stellen." Überdies versteht sich Uplegger als Klammer für die vielschichtigen Interessenten am Bad.

Ortsrat berät Dienstag

Der Ortsrat Godshorn berät am Dienstag in öffentlicher Sitzung unter anderem über den Antrag der CDU, für das Freibad eine sinnvolle Nachnutzung zu finden. Wie diese finanziert werden soll, ist in dem Antrag nicht zu lesen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

"Wir müssten uns jetzt mit allen Entscheidern an einen Tisch setzen", bittet Uplegger, der in Langenhagen als Unternehmer tätig ist und in früheren Zeiten Mitglied des Rates war. An diesem Tisch müssten Vertreter der Politik sitzen, die Gesellschafter der Betreibergesellschaft, der Stadt und weitere Interessenten. "Ich brauche erstmal Fakten zu Besucherzahlen, zum Stand der Technik und zu notwendigen Sanierungen." Das sei am Ende eine simple betriebswirtschaftliche Betrachtung, die man jetzt unsentimental anstellen müsse. "Es kann gut sein, dass das alles bereits nach der ersten oder zweiten Sitzung sich wieder erledigt hat." Und: Uplegger schlösse gegebenenfalls auch einen städtischen Zuschuss zu den Betriebskosten nicht aus.

Freibad und Veranstaltungsort

Aber diese Treffen seien es wert, betont der Unternehmer, der vor knapp drei Jahren sich der damals insolventen Eishalle angenommen hat. Ihm schwebt für das Freibad eine umweltfreundliche Technik vor. Das Freigelände könne für Verantstaltungen genutzt werden. "Man könnte dort Konzerte anbieten oder auch Motorrad-Treffen organisieren." Dass es mit der Betreibergesellschaft für das neue Schwimmbad in der Kernstadt, dem Münchner Unternehmen GMF, keine Ausschlussklausel für einen Weiterbetrieb in Godshorn gibt, wundert Uplegger nicht. "Die tragen ja kein Risiko. Jeder Einnahmeverlust im Sommer muss ja von der Stadt selbst aufgefangen werden."

Auch sieht Uplegger in einem Freibad-Erhalt in Godshorn keine Vorentscheidung für die unter anderem von Bürgermeister Mirko Heuer favorisierte Nachrüstung eines 50-Meter-Außenbeckens an der Theodor-Heuss-Straße. "Die Stadt hat derzeit so viele Bretter vor der Brust, da kommt ein solches Becken in den nächsten zehn Jahren sicherlich nicht auf die Agenda. Aber für diesen Übergang könnte Godshorn ja eine Übergangslösung sein."

Finanziert werden könnte das Freibad - "wenn die Zahlen das zulassen" - nach Upleggers Einschätzung auch durch ein Crowd-Funding-Projekt. Ähnlich den Genossenschaftsmodellen, mit denen beispielsweise in Ramlingen, Hänigsen oder Uetze Freibäder ohne oder nur mit geringen städtischen Zuschüssen betrieben werden. Sollte das Bad dann eines Tages doch schließen, "ist dieses Geld dann natürlich weg".

Betreibern des Hallenfreibads fehlt das Geld

Der Betreibergesellschaft für das Hallenfreibad Godshorn fehlt Geld. In dieser Woche wird sich entscheiden, welche Konsequenzen dies zumindest für die GmbH hat, an der acht Langenhagener Sportvereine beteiligt sind. Der Schwimmbetrieb, so die Signale aus Politik und Rathaus, bleibt erhalten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Von Rebekka Neander

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