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Unternehmer Uwe Eikemeier ist gestorben

Langenhagen Unternehmer Uwe Eikemeier ist gestorben

Mit 74 Jahren ist am Dienstag der Langenhagener Unternehmer Uwe Eikemeier nach schwerer Krankheit gestorben.

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Ursula und Uwe Eikemeier feiern Goldene Hochzeit. An ihrem Hochzeitstag 1967 fahren sie mit einem Fahrzeug in die Kirche.Jarolim-Vormeier

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen.  Mit 74 Jahren ist am Dienstag der Langenhagener Unternehmer Uwe Eikemeier nach schwerer Krankheit gestorben. „Die Familie stand für ihn an erster Stelle“, sagt seine Tochter Cornelia. Vor allem die drei Enkelkinder seien in den vergangenen Jahren der Mittelpunkt seines Lebens gewesen. 

Gleichwohl bezeichnet sie die Entwicklung des gleichnamigen Familienbetriebes in Godshorn als Lebenswerk ihres Vaters. Gegründet hatte Uwe Eikemeiers Vater Helmut die Kartonagefabrik im Jahr 1949 mit drei Mitarbeitern, im Jahr 1976 zog der Betrieb nach Godshorn. Dort befindet sich – ungeachtet aller Investitionen an anderen Standorten – noch immer die Hauptverwaltung mit mehr als 30 Beschäftigen. Seit 1990 investierte Uwe Eikemeier zweistellige Millionenbeträge in ehemals volkseigene Betriebe in den fünf neuen Bundesländern, darunter in Lucka, Brandenburg, Gittersee, Rathenow und Treuen. Mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt der Betrieb allein an diesen Standorten. 

Für dieses Engagement erhielt Uwe Eikemeier im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz. Bei einem Besuch im thüringischen Lucka würdigte der damalige Ministerpräsident Bernhard Vogel den Verdienst des Langenhageners: Er habe in dem ersten Jahrzehnt nach der Übernahme mehr geschaffen als andere in 50 Jahren, sagte Vogel seinerzeit. Denn Eikemeier und seine Frau Ursula beschränkten ihr Wirken nicht nur auf das Unternehmen: So profitierten Bedürftige vom Fonds „Lucksche für Lucksche“, dessen Grundstock von 25.000 Mark Eikemeiers Geschäftspartner mit Spenden zum Firmenjubiläum gelegt hatten. 

„Mein Vater war ein lebensbejahender Mensch, der immer eine Lösung gesucht und gefunden hatte“, sagt seine Tochter, die mit ihrem Bruder Christian inzwischen die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen hat. Das habe auch für sein Engagement in Langenhagen gegolten, wo er sich insbesondere für das Schützenwesen, das Schützenfest mit Haxenabend und den Sommerbiatholon eingesetzt hatte. 

Die Beisetzung von Uwe Eikemeier beginnt am Freitag, 15. Dezember, um 12.30 Uhr in der Elisabethkirche.

Von Antje Bismark

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