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Verein Azadi schickt Hilfsgüter in Krisenregion

Langenhagen Verein Azadi schickt Hilfsgüter in Krisenregion

80 Kubikmeter umfasst die Ladung an Hilfsgütern, die am Donnerstag auf die Reise in Richtung Kurdistan geschickt worden ist. Es ist bereits der zweite Transport, den der deutsch-kurdische Hilfsverein Azadi aus Langenhagen im Monat Juli realisieren kann.

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Abdul Hamid Khalil (links) und Jalal Mostafa (rechts) von der Barzani-Stiftung überwachen das Beladen des 40-Tonners.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Der Vorsitzende des Langenhagener Vereins Azadi, Abdul Hamid Khalil, ist hin- und hergerissen: einerseits dankbar ob der großen Spendenbereitschaft der Deutschen, andererseits aber auch voller Sorge um die Menschen in der Krisenregion. Deshalb hatte er auch mit gut 15 Mitstreitern den deutsch-kurdischen Hilfsverein Azadi in Langenhagen gegründet, um den Bürgerkriegsflüchtlingen - aktuell sind es gut zwei Millionen Iraker und Syrer, die sich im kurdischen Grenzgebiet aufhalten - zu helfen. Und zwar unabhängig ihres Glaubens: „Wir unterstützen Jesiden, Muslime und Christen“, betont Khalil. „Für uns sind alle gleich.“

Gestern konnte mithilfe der Barzani-Stiftung, die die Kosten für den Lastwagen übernimmt, der bereits zweite Transport mit Hilfsgütern in diesem Monat ins Krisengebiet geschickt werden. Etwa 80 Kubikmeter gespendete Kleidung, Schuhe und Spielzeug, aber auch medizinisches Gerät wie Rollatoren, Krücken, Infusionen sowie Ultraschall- und EKG-Geräte hatte der Verein dank der Spender sammeln können. „Gerade medizinische Geräte sind wichtig“, betont der Azadi-Vorsitzende mit Verweis auf die vielen Kriegsverletzten im Flüchtlingslager in Dohuk im Nordirak. Zudem würde Schulmaterial, etwa Hefte und Stifte, benötigt.

Doch bis die Ladung dort ankommt, vergehen etwa sieben bis zehn Tage, vermutet Khalil. Die 5000 Kilometer lange Route führt über Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei in das kurdische Grenzgebiet zum Irak.

Der 57-jährige Ingenieur Khalil wurde in der syrischen Stadt Tall Arbid geboren und lebt seit 1995 in Deutschland. Der Langenhagener engagiert sich, „um dem Leid nicht tatenlos gegenüberzustehen“, sagt er. Doch wir sind keine Politiker, wir sind ein Hilfsverein“, betont er.

Wer dem Verein helfen möchte, kann Khalil unter Telefon (0157) 6283323 oder per E-Mail an azadi-ev@hotmail.de erreichen. Wer spenden will, kann seinen Beitrag auf das Vereinskonto, IBAN DE03250501800910226610, BIC SPKHDE2HXXX, einzahlen.

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