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Kritik am Standort Am Moore reißt nicht ab

Langenhagen Kritik am Standort Am Moore reißt nicht ab

Erneut fiel die Empfehlung des Ortsrats Godshorn einstimmig gegen den Standort Am Moore aus. In einer hitzigen Debatte forderten Anwohner und Politiker die Stadt auf, Alternativen zu prüfen. Ganz anders soll die Empfehlung in Schulenburg ausfallen, wo der Ortsrat das Thema nächste Woche diskutiert.

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Langenhagens Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch und Ortsbürgermeister Willi Minne (Mitte) informieren über die Pläne der Stadt.

Quelle: Lisa Malecha

Godshorn/Schulenburg. Es ist voll im Dorfgemeinschaftshaus Godshorn: Rund 100 Anwohner waren am Montagabend gekommen, um sich über die Pläne zur Flüchtlingsunterbringung zu informieren - und den Standort Am Moore erneut heftig zu kritisieren. Die Stadt Langenhagen will dort modulare Unterkünfte für circa 60 Flüchtlingen errichten. Kosten für den auf fünf Jahre begrenzten Bau: etwa 1,7 Millionen Euro.

Die Ablehnung gegenüber dem Standort bleibt groß: "Lassen Sie die Finger von geschützten Flächen und respektieren sie endlich die Wünsche der Anwohner", sagte ein Besucher. Die Anwesenden forderten die Verwaltung dazu auf offenzulegen, weshalb alternative Standorte nicht in Frage kommen. Immerhin sei das Gebiet völlig ungeeignet und eine Bebauung würde unter anderem Umständen nie genehmigt werden.

Nur selten sind positive Wortmeldungen zu hören. "Ich halte den Standort für geeignet - aber ich denke, dass 60 Flüchtlinge an einem Ort zu viel sind", sagte eine Dorfbewohnerin. "Godshorn kann sich nicht ausklammern, wenn im gesamten Bundesgebiet Flüchtlinge untergebracht werden", stimmte ein anderer zu.

Doch nicht nur die Anwohner, auch die Politiker konnten sich nicht mit dem Gelände anfreunden: Einstimmig lehnten sie den Standort Am Moore ab und forderten erneut die Prüfung alternativer Flächen. Außerdem müsse die zeitliche Begrenzung in die Beschlussdrucksache eingearbeitet werden - sowie auch eine Zusicherung, dass der Bebauungsplan nach den Rückbaumaßnahmen unverändert bleibt.

Auch der Ortsrat Schulenburg befasst sich am kommenden Mittwoch, 13. April,  mit dem Thema. Dort soll die Flüchtlingsunterkunft auf dem Parkplatz Desbrockriede entstehen. Ortsbürgermeister Dietmar Grundey (CDU) zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass die Diskussion in seinem Ort nicht so hitzig verlaufen wird. "Das wird einstimmig beschlossen - und wird keine fünf Minuten dauern", sagt er. Immerhin sei die Flüchtlingsunterbringung eine Aufgabe, der man nachkommen müsse. "Wir haben damit keine Probleme - hier kann auch als erstes gebaut werden", sagte er - und erhält Unterstützung von Friedhelm Grote (SPD).  

Doch einstimmig wird die Empfehlung in Schulenburg wohl nicht ausfallen: Zumindest Heinrich Kohne  von den Grünen kritisiert auch dort die Wahl des Standorts. "Er ist ungeeignet - weiter Draußen geht nicht", sagt Kohne. Er verstehe nicht, warum die Verwaltung nicht zentralere Standorte wie den am Amtsweg weiter prüfe. Denn so dezentral sei nicht förderlich für die Integration.

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Von Lisa Malecha

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