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Viel Platz für neue Spenden

Langenhagen Viel Platz für neue Spenden

Die Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen: Innerhalb von knapp zwei Wochen haben Langenhagener vier Lastwagenladungen voll an Textilien für Flüchtlinge gespendet - so viel, dass die Annahmestelle von Fairkauf abwinken musste. Das wird nun anders, die Stadt hat im CCL ein Lager angemietet.

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Wirtschaftsförderer Jens Monsen (links), die Gleichstellungsbeauftragte Justyna Scharlé und Bürgermeister Mirko Heuer (rechts) richten mit Fairkauf-Vorstandsmitglied Klaus Hibbe das neue Lager im CCL ein.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Tag für Tag stehen Säcke mit gut erhaltenen Kleiderspenden vor der Tür des Sozialkaufhauses Fairkauf im CCL. Und auch zu den Geschäftszeiten ist bei der Annahme viel los. Die Folge: Innerhalb kürzester Zeit waren die Lagerkapazitäten erschöpft, nicht nur in Langenhagen, sondern auch in anderen Fairkauf-Einrichtungen in der Region, berichtete das geschäftsführende Vorstandsmitglied Klaus Hibbe. Wegen der ankommenden „erheblichen Warenmenge“ sei Eile bei der Suche nach weiteren Räumlichkeiten geboten gewesen. Mit Erfolg.

Da sich Fairkauf stark in der lokalen Flüchtlingshilfe engagiert, sprang die Stadt bei. Nach kurzer Suche wurde die Verwaltung im Bestands-CCL fündig. Sie mietete die Büroräume einer ehemaligen Bankfiliale an, sagte Langenhagens Wirtschaftsförderer Jens Monsen. „Zu extrem günstigen Konditionen.“ Deshalb kooperiere die Stadt nicht nur mit Fairkauf in der Flüchtlingshilfe, sondern nun auch mit der Dude-Gruppe als Eigentümer des Bestands-CCL. Zunächst sind 120 Quadratmeter Lagerfläche angemietet. Weitere 60 Quadratmeter sollen folgen, sobald dort die Sprinkleranlage instand gesetzt sei, sagte Monsen.

Wichtig sei aber, ergänzte Hibbe, dass die Spenden weiterhin im Fairkauf-Geschäft angenommen werden. Im neuen Lager werden sie sortiert und bis zur zentralen Weitergabe an die Flüchtlingsunterkünfte zwischengelagert. Bürgermeister Mirko Heuer sprach von einer „idealen Konstellation“. Der Laden von Fairkauf biete zum einen verlässliche Öffnungszeiten, zum anderen genieße er einen hohen Bekanntheitsgrad.

Um der Flut an Sachspenden - aktuell benötigt werden nur Bekleidung und Schuhe in kleiner bis mittlerer Größe - Herr zu werden, setzt Fairkauf nicht nur auf die eigenen Mitarbeiter, sondern sucht händeringend ehrenamtliche Kräfte, die beim Sortieren und Zwischenlagern helfen. „Das soll aber keine Kaffeerunde werden“, sagte Hibbe und warnte vor falschen Erwartungen. Aus diesem Grund können sich die Freiwilligen direkt bei Fairkauf unter Telefon (0511) 3576590 und per E-Mail an info@fairkauf-hannover.de informieren.

Sozialkaufhaus Fairkauf trägt sich selbst

Das Diakonische Werk, der Caritasverband und das Werkheim haben die Genossenschaft gegründet, die das Sozialprojekt Fairkauf betreibt. Es werden keine etwaigen Gewinne ausgeschüttet. Vielmehr werden diese gezielt in soziale Zwecke investiert. Mittlerweile gibt es fünf Geschäfte in der Region Hannover. Dort sind aktuell 60 Ehrenamtliche aktiv. Sie organisieren gemeinsam mit 83 sozialversicherten Mitarbeitern, zwölf Auszubildenden und 73 in Qualifizierung befindlichen Kräften die Geschäfte. Letztere werden dort trainiert und im Verkauf ausgebildet. Der geschäftsführende Vorstand Klaus Hibbe legt Wert darauf, dass die Einrichtung nicht öffentlich gefördert wird. Vielmehr trage sich Fairkauf selbst.

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