Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Viele Ältere fühlen sich ausgegrenzt

Langenhagen Viele Ältere fühlen sich ausgegrenzt

Der Seniorenbeirat lädt für Sonnabend, 4. Juli, bereits zum dritten Generationentag in das Langenhagener Rathaus ein.

Voriger Artikel
Familien feiern am Sonntag
Nächster Artikel
Ortsrat stimmt dem Standort zu

Christa Röder (links) und Rosemarie Bahrke werben für den Generationentag im Rathaus.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Zwar gibt es die Veranstaltungsreihe bereits seit zehn Jahren. Zuvor war sie aber als Seniorentag überschrieben. „Doch es sollen alle angesprochen werden“, begründet die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Christa Röder, den 2012 vollzogenen Namenswechsel.

Und es wird altersübergreifend an diesem Tag einiges geboten. Neben einem Bewegungsparcours mit Step Aerobic, Be Yogi und Linedance stehen beim Markt der Möglichkeiten diverse Vereine, Verbände und Institutionen wie auch Unternehmen mit Informationsständen parat. Unter anderem wird der Runde Tisch Pflege Langenhagen über stationäre und ambulante Anbieter in der Stadt berichten. „Auf diesen sind wir in Langenhagen sehr stolz“, betont Röder, eine der Initiatoren des Gremiums. Dort treffen sich Mitarbeiter aus Pflegediensten, Parteien, Wohlfahrtsverbänden, Kliniken, Stadtverwaltung und Volkshochschule mehrmals im Jahr, um etwa über Pflegenotstand, Betreuungsmöglichkeiten und den Umgang mit Krankheiten wie Demenz zu sprechen.

Besondere Aufmerksamkeit schenkt das Organisationsteam beim Generationentag etwa dem Vortrag des Kontaktbeamten Heinz Vogeler vom Polizeikommissariat Langenhagen. Er wird über die „Sicherheit im täglichen Leben“ referieren. Und das sei ja nun wirklich ein alle Generationen betreffendes Thema, betont Röder.

Doch auch das Referat von Annette von Stieglitz, Leiterin der Langenhagener Volkshochschule schaut das Orga-Team - also der gesamte aktuell zehnköpfige Seniorenbeirat sowie die Leiterin des Seniorenbüros, Christine Ebers - gespannt entgegen. Dabei geht es um „Neue Medien - keine Frage des Alters“. Also um den Umgang mit Smartphone, Tablet, Computer und neuen Programmen. Denn hier sieht Röder dringenden Nachholbedarf. Ihren Angaben zufolge hätten nur annähernd 50 Prozent der Senioren Zugang zum Internet, nicht nur in Langenhagen, sondern in ganz Niedersachsen. „Viele fühlen sich ausgegrenzt“, sagt Röder. Denn die von ihr herausgegebene Zahl basiert auf einer landesweiten Erhebung der Seniorenbeiräte, berichtet sie.

Zudem kündigt Röder für das bunte, von 10 bis 14 Uhr im Rathaus geplante, Programm an, eine Abfrage zur gewünschten Wohnform im Alter zu starten. Also ob im Alter lieber in den eigenen vier Wänden, in einer alternativen Wohnform oder in einem Seniorenheim gelebt werden wolle. Für Röder ist die Antwort klar: in den eigenen vier Wänden. Genau auf diesen aktuell in der Stadt vielerorts fehlenden Wohnraum soll auch beim Generationentag abgehoben werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr