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Vier Verletzte nach Streit in Notunterkunft

Langenhagen Vier Verletzte nach Streit in Notunterkunft

Bei einem Streit - offenbar wegen einer Nichtigkeit - sind am Mittwochabend vier Menschen in der Notunterkunft für Flüchtlinge an der Hans-Böckler-Straße leicht verletzt worden.

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Mehrere Streifenwagenbesatzungen mussten wegen eines Streits in der Notunterkunft ausrücken.

Quelle: Symbolfoto

Langenhagen. Die Polizei ist am Mittwoch gegen 19.15 Uhr mit einem Großaufgebot an die Hans-Böckler-Straße ausgerückt. Nach Augenzeugenberichten soll es sich um mindestens zehn Streifenwagen gehandelt haben. Der Grund war ein vorangegangener handfester Streit zwischen einigen Bewohnern der Notunterkunft des Landes - über die genaue Anzahl gibt es unterschiedliche Angaben. Bei der Essenausgabe soll es nach Informationen dieser Zeitung wohl um Getränke gegangen sein. Auch ein Sprecher der Polizei Hannover sagte auf Anfrage, dass der Auslöser eher eine Bagatelle gewesen sei.

In der Folge ging der in der Notunterkunft beschäftigte Sicherheitsdienst dazwischen und trennte die Parteien, die sich nach Angaben eines Sprechers der Polizei Hannover bis dahin lediglich verbal attackiert hatten. Um die Streithähne unterschiedlicher Nationalitäten weiter zu beruhigen, versuchte das Sicherheitspersonal daraufhin, sie zu trennen. Dazu führten sie einen der Flüchtlinge aus dem Speisesaal.

Doch der Versuch ging nach Polizeiauskunft schief. Denn die Freunde des Mannes liefen hinter dem Sicherheitsdienst her - und das Personal sah sich plötzlich selbst von einer aufgebrachten Gruppe bedroht. Es setzte daraufhin Pfefferspray ein. Dabei wurden drei Flüchtlinge und eine Sicherheitskraft leicht verletzt.

Sie mussten anschließend wegen Augenreizungen ambulant behandelt werden, sagte der Polizeisprecher. Aus diesem Grund hat die Behörde die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Gegen 23 Uhr hatte sich die Situation so weit wieder beruhigt, dass die Streifenwagenbesatzungen abrücken konnten.

Wie diese Zeitung weiter erfuhr, wurden die Kontrahenten - offenbar Albaner und Marokkaner - anschließend aus der Einrichtung genommen und andernorts untergebracht. Der Grund: Zwischen ihnen soll es im Vorfeld bereits zu Reibereien gekommen sein.

Am Donnerstag ist es in der Johanniter-Unterkunft ruhig geblieben, teilte der Sprecher der Johanniter-Unfallhilfe, Thomas Mura, mit.

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