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Eltern wünschen trotzdem Prognose

Langenhagen Eltern wünschen trotzdem Prognose

Die Viertklässler der Friedrich-Ebert-Schule sind offiziell entlassen worden und wechseln nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule. Erstmals gab es für sie vonseiten der Grundschule dafür keine Empfehlung mehr.

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Die Viertklässler der Friedrich-Ebert-Schule werden verabschiedet.

Quelle: Hartung

Langenhagen. Zum Ende der Feier griff Gabriela Kawan zum Mikrofon. „Und jetzt gehen alle wieder zurück in die Klassen, ihr wollt doch noch ein paar Arbeiten schreiben“, sagte die Schulleiterin – und wurde prompt ausgepfiffen. Ein bisschen Spaß muss zum Ende eines langen Schuljahres schon sein. Zumal es in dieser Zeit auch eine für den vierten Jahrgang entscheidende Neuerung gab.

Erstmals enthielten die Zeugnisse der Viertklässler keine Empfehlung für die weiterführenden Schulen – außer an der Friedrich-Ebert-Schule gilt dies nun allgemein für Grundschulen in Niedersachsen. „Wir haben in jedem Halbjahr des vierten Schuljahres ein Beratungsgespräch mit den Eltern absolviert“, berichtet Kawan. Darin erhielten die Eltern Auskunft über das Arbeits- und Leistungsverhalten ihrer Kinder. „Die Beratungsgespräche wurden positiv aufgenommen. Wir hatten aber das Gefühl, dass den Eltern eine Prognose von unserer Seite fehlt. Manchmal wurden wir sogar gefragt, welche Schule wir empfehlen würden“, berichtet Kawan.

Eine Prognose habe man aber nicht abgegeben. „Es gibt eine Verordnung, dass wir keine Empfehlungen mehr aussprechen sollen. Daran haben wir uns gehalten. Die Eltern müssen ihre Entscheidung selbst treffen, das haben sie ja früher auch gemacht, als wir noch eine Empfehlung abgegeben haben.“

Die Schulleiterin meint, dass die Eltern aus den Mitteilungen zum Leistungsniveau selbst die richtige Schullaufbahn ableiten müssten. „Wenn ein Kind in Mathematik nur die Note 3 hat, dann ist eben die Frage, ob es nicht auf dem Gymnasium Probleme bekommen könnte und eine alternative Schulform doch besser wäre.“ Apropos Gymnasium: Gabriela Kawan glaubt, dass die nun nicht mehr erforderlichen Empfehlungen die Schulform Realschule noch weiter schwächen. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass viele Eltern ihre Kinder, die keinen Platz in der IGS bekommen, dann zum Gymnasium schicken statt zur Realschule. Auch hier ist die Frage, ob man seinem Kind, das beim Lernstoff immer hinterher hinkt und dadurch wenig Selbstvertrauen erhält, einen Gefallen tut.“ In Langenhagen wird das Gymnasium zum neuen Schuljahr siebenzügig, die Realschule plant mit einer Dreizügigkeit.

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Von Stephan Hartung

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