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Neue Entwürfe für den Bahnhofs-Vorplatz

Langenhagen Neue Entwürfe für den Bahnhofs-Vorplatz

Eine Wiese anstelle tristen Waschbetons, ein barrierfreies Entree für das Baudenkmal statt vorbeirollender Autos - die Entwürfe für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Pferdemarkt rücken ihn deutlich wieder an sein historisches Vorbild. Der Sanierungsbeirat Kernstadt berät darüber Ende Mai.

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Derzeit lädt der Vorplatz des Bahnhofs am Pferdemarkt nur wenig zum Verweilen ein. Dies soll sich nach dem Umbau voraussichtlich im Frühjahr 2019 ändern. Gravierendste Neuerung ist die Sperrung der Durchfahrt unmittelbar vor dem Gebäude.

Quelle: Neander

Langenhagen. Derzeit ist dieser Platz wahrlich nicht einladend: Zwischen dem historischen Bahnhofsgebäude dient der mit Steinplatten ausgelegte Platz einzig zum Darüber-hinweg-Hetzen auf dem Weg zur Bahn. Fahrradständer, Parkplätze, Taxi-Buchten bieten zwar alles, was das Pendler-Herz begehrt. Die Parkbänke unter den imposanten Linden jedoch sind längst nur noch grünumrankte Staffage. Dieser Tristesse ein Ende zu bereiten, gehört für die Stadt zu ihren ersten Projekten beim offiziellen Sanierungsauftrag. In einem Workshop haben sich Stadtplaner und 25 interessierte Anwohner und Geschäftsleute jetzt eine Alternative überlegt.

Bis ins letzte Detail ist diese noch nicht ausgereift. Gleichwohl gibt es für zwei gravierende Veränderungen schon jetzt Konsens: Autos werden künftig nicht mehr im Kreis fahren und direkt vor dem Bahnhof queren können. Die beiden Stichwege, die derzeit von der Karl-Kellner-Straße zum Bahnhof führen, werden künftig je eine Sackgasse bilden. Der Vorplatz selbst wird ebenerdig und damit barrierefrei seinem Namen wirklich gerecht werden, wie Stadtplanerin Christine Soehlke nach dem Workshop dieser Zeitung berichtete. Nur Einsatzkräfte bekommen eine Ausnahme. Sie dürfen im Notfall direkt vor den Bahnhof fahren.

Die zweite deutliche Veränderung erfährt die Freifläche selbst. Unter den zu erhaltenden Linden am südlichen Grundstücksrand werden sämtliche Steinplatten und Bordsteine entfernt, wie Verkehrsplanerin Anette Mecke erläuterte. "Dafür soll auf dem langgezogenen Dreieck eine Grünfläche entstehen." Ob diese eine einzige zusammenhängende Rasenfläche mit Staudeninseln sein wird am Ende oder es ein Zusammenspiel größerer, unterschiedlich strukturierter Grünflächen gibt, zwischen denen kleinere Wege die Fläche queren - dies ist nun den weiteren Beratungen im Sanierungsbeirat Ende Mai sowie nach der Sommerpause im Verkehrs- und Umweltausschuss überlassen. "Wir müssen in jedem Fall besondere Bedürfnisse befriedigen", ergänzte Mecke. So gilt es, sämtliche Grundstückszufahrten und Einmündungen mit ihren Abmessungen sogenannter "Schleppkurven" zu berücksichtigen. Einsatzfahrzeuge, Taxen und weitere Fahrradständer müssen ihren Platz finden. "Am Ende des nördlichen Stichweges wird es am Bahnhof einen kleineren Wendehammer geben, damit Autofahrer, die Mitfahrer zur Bahn bringen, mühelos von dort auch wieder wegkommen."

Der Sanierungsbeirat Nördliche Kernstadt/Walsroder Straße tagt am Dienstag, 23. Mai, in der Hermann-Löns-Grundschule. Auf der Tagesordnung steht zum einen der Entwurf für den Bahnhofsvorplatz, zum anderen geht es um eine Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des Norta-Geländes sowie um ein künftiges Baustellen- und Geschäftsstraßen-Management. Beginn ist um 19 Uhr.

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Fotostrecke Langenhagen: Neue Entwürfe für den Bahnhofs-Vorplatz

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