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Vorschlagsliste für Sozialberufe liegt vor

Langenhagen Vorschlagsliste für Sozialberufe liegt vor

Der wochenlange Streik der Sozial- und Erziehungsberufe ist zwar vorbei. Doch die Diskussion ist längst nicht vom Tisch. Auf Bitten der Politik hat die Jugendabteilung eine Liste der wichtigsten Vorschläge vorgelegt.

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Laut der Liste soll zusätzliches Personal mit unterschiedlichen Ausbildungen ergänzend in den Kitas unterstützen.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Die Liste liest sich wie ein Weihnachtswunschzettel: Alle Mitarbeiter in Erziehungsberufen werden - wie in Hannover - aufgrund ihrer besonderen Belastung um zwei Entgeltgruppen auf S 08 hochgestuft. Alle Arbeitsverträge werden entfristet. Dies würde auch sämtliche Vertretungskräfte bei Schwangerschaften betreffen. Zudem soll zusätzliches Personal mit unterschiedlichen Ausbildungen ergänzend in den Kitas unterstützen. Für die Ausbildung sollen zusätzliche Verfügungszeiten eingeplant werden. Für die Einrichtungsleitung müsste es dann aber auch eine ständige Vertretung geben, um die Verfügungszeiten zu puffern.

Die Entstehung der Liste und ihre Zukunft sind bemerkenswert. Zunächst einmal legt Bürgermeister Mirko Heuer wert auf die Differenzierung, die Informationsdrucksache 2015/173-1-1 sei ausdrücklich kein Vorschlag „der Verwaltung“, sondern nur der betreffenden Fachabteilung. Anlass für die Erstellung war ein Antrag der rot-grünen Ratsmehrheit, die Verwaltung möge alles aufzeigen, wie die Stadt was aufwerten könne. Nachdem diese Liste vorgelegt worden war, erhielt die Fachabteilung den Auftrag einer Priorisierung. Heuers Vorstoß, der Rat möge pauschal 500.000 Euro für aufwertende Aktionen in den Haushalt 2016 einstellen, fiel damals in der Politik durch.

Was jetzt mit der Liste passieren wird, ist offen. Im bereits vorgelegten Antrag von SPD und Grünen ist zwar von der Entfristung aller Verträge sowie von der grundsätzlich unbefristeten Neuanstellung zu lesen. Weitere Punkte daraus sind nicht zu finden. Heuer geht auf Nachfrage deshalb davon aus, dass die übrigen Vorschläge keine Mehrheit finden werden.

Dem widerspricht SPD-Fraktionschef Marc Köhler. „Wir haben die Priorisierung mit den Zahlen ja jetzt erst bekommen und müssen die übrigen Punkte eben noch diskutieren“, sagte Köhler dieser Zeitung. Zudem will Rot-Grün Schulgeld und -materialkosten für in Langenhagen beschäftigte Auszubildende in diesen Berufen übernehmen und 10.000 Euro für Weiterbildung bereitstellen. Ob sich aufgrund der Terminenge noch weitere Punkte in den Haushalt 2016 aufnehmen lassen, über den der Rat am 14. Dezember beschließen will, kann Köhler nicht versprechen. „Vielleicht realisieren wir etwas unterjährig. Andernfalls dann in den Folgejahren.“

Der Finanz- und Personalausschuss beschäftigt sich mit der Liste in seiner Sitzung am 8. Dezember, 17.45 Uhr, im Ratssaal.

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