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Weiter Protest gegen Sparkassen-Pläne

Langenhagen Weiter Protest gegen Sparkassen-Pläne

Bürgermeister Mirko Heuer appelliert an alle Langenhagener, ihren Protest gegen die Schließungspläne der Sparkasse Hannover weiterhin laut und deutlich zu artikulieren. „Das spielt uns bei unseren Verhandlungen in die Karten.“

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Die Stadt will sich dafür einsetzen, dass zumindest ein Rest an Service in den westlichen Ortsteilen erhalten bleibt. So beispielsweise ein Geldautomat für Bargeld-Abhebungen.

Quelle: Hildenbrand (dpa/Symbolbild)

Langenhagen. „Die Kritik ist groß und sie ist berechtigt.“ Heuer lässt an seiner Meinung zu den Plänen der Sparkasse Hannover, ihr Angebot vor allem in den Ortschaften zu verringern, keinen Zweifel. „Wir werden mit der Sparkasse zeitnah Gespräche führen, um den in Frage stehenden Service wenigstens in einem Teilbereich aufrecht zu erhalten.“ Heuer denkt dabei an einen mobilen Service. Zudem könne die Stadt nicht verstehen, dass beispielsweise in Engelbostel und Godshorn nach derzeitiger Planung noch nicht einmal ein Geldautomat verbleiben soll.

Untermauert wird Heuers Statement von einer Umfrage, die die Wirtschaftsförderung der Stadt inzwischen in den betroffenen Orts- und Stadtteilen unternommen hat. So befürchten in Brink Betriebe in unmittelbarer Nähe der Filiale mehrheitlich Umsatzeinbußen bis zu 25 Prozent nach Schließung der Filiale. In Engelbostel erwartet rund die Hälfte aller Betriebe Rückgänge. In Godshorn haben sich die Betriebe etwas optimistischer gezeigt: Nur rund ein Drittel äußerte sich skeptisch.

Gleichwohl rechnen fast alle befragten Betriebe mit steigenden Kosten durch den Wegfall der Filialen. Gerade kleinere Geschäfte ohne größeren Personalstamm können nach eigener Aussage die dann zusätzlichen Wege zur Bargeldeinzahlung kaum in ihren Arbeitstag integrieren. Ältere Kunden, so eine weitere Befürchtung, werden künftig dort einkaufen, wo sie auch ihr Bargeld beziehen können.

Heuer lobt ausdrücklich die bereits geäußerte Kritik der Seniorenverbände an den Plänen. Ob auch die Stadt selbst eine Resolution verabschieden wird, könne er nicht sagen. „Ein solches Signal müsste aus der Politik kommen.“

Von Rebekka Neander

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