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Schulenburg

Welfen verkaufen die Domäne


Das Haus Hannover hat die sogenannte Domäne in Schulenburg (Region Hannover) verkauft. Der Erlös, dessen Höhe nicht bekannt ist, soll in den Ausbau der Land- und Forstwirtschaft fließen.
Die Familie von Hannover hat die sogenannte Domäne Calenberg in Schulenburg verkauft. Das Hausgut hat einen prächtigen Eingang zur Hauptstraße hin und zahlreiche Gebäude, teilweise im Fachwerkstil gebaut.

Die Familie von Hannover hat die sogenannte Domäne Calenberg in Schulenburg verkauft. Das Hausgut hat einen prächtigen Eingang zur Hauptstraße hin und zahlreiche Gebäude, teilweise im Fachwerkstil gebaut.

© Kim Gallop

Die Domäne ist seit 2004 im Besitz von Ernst August Erbprinz von Hannover, geboren 1983, dem sie von seinem Vater Ernst August überschrieben wurde. Die ersten Bauten des ehemals fürstlichen beziehungsweise staatlichen Gutes sind auf der Fläche an der heutigen Hauptstraße um 1660 entstanden. Nach 1920 gingen Domäne und Ländereien in den Besitz der Prinzen von Hannover über.

Die Familie lebte dort zwischen 1957 und 1987. Der heutige Haus-Chef Ernst August, geboren 1954, wuchs dort auf und besuchte die Schulenburger Grundschule. Mauritz von Reden, der Bevollmächtigte der Welfen, bestätigte gestern den Verkauf der Domäne an eine Privatperson. Details, auch zur künftigen Nutzung, nannte er nicht. Der Erbprinz strukturiere seine Liegenschaften neu, sagte von Reden. Der Erlös aus dem Verkauf des Gutes, etwa vier Hektar Fläche mit zahlreichen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, fließe in den Ausbau der Land- und Forstwirtschaft. Allerdings nicht in Schulenburg, sondern in den neuen Bundesländern, wo das Haus von Hannover vor der Enteignung Schlösser und Ländereien besaß.

Die Felder in und um Schulenburg würden weiter von Schulenburg aus bewirtschaftet, allerdings nicht vom Hausgut aus. Die dortigen Gebäude seien nur noch teilweise für die moderne Landwirtschaft nutzbar, sagte von Reden, weil die Lastwagen und landwirtschaftlichen Maschinen inzwischen zu groß geworden seien. Ein Um- oder Neubau der Scheunen sei zu aufwendig und zu teuer.

„Dies ist ein Fortschritt, kein Rückschritt.“ So kommentierte von Reden den Verkauf. Mit der Investition in forst- und landwirtschaftliche Betriebe in den neuen Bundesländern stärke der Erbprinz sein Kerngeschäft.

Kim Gallop

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