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Wildwuchs gefährdet den Verkehr

Langenhagen Wildwuchs gefährdet den Verkehr

Wegen wild wuchernder Büsche und Bäume ruft die Stadtverwaltung die Langenhagener auf, für Ordnung zu sorgen. Weil einige Pflanzen so weit auf den Gehweg ragen, dass sie eine Gefahr für den Straßenverkehr sind, sollen die Rathausmitarbeiter strenger durchgreifen, fordern verärgerte Bürger.

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Ein Problem im Stadtgebiet: Der Bewuchs aus privaten Gärten ragt auf den Geh- und Radwegbereich. 

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. „Die Gedankenlosigkeit oder doch eher Dickfälligkeit von zahlreichen Grundstückseigentümern ist unbeschreiblich“, schimpft der Langenhagener Joachim Janssen. „Bitten der Stadtverwaltung sind nicht mehr angebracht“. Es gehe nicht an, dass private Anpflanzungen in den öffentlicher Verkehrsraum ragen, meint er.

Janssen hat auch etliche Beispiele parat. Etwa die überhängende Zweige auf dem Radweg an der Einmündung des Elmwegs auf die Hindenburgstraße. Fast an jeder Straße wachse das Grün aus den Grundstücken heraus, moniert er. Teilweise seien Gehwege sogar bis zur Hälfte zugewachsen. Janssen erinnert daran, dass Kinder bis zum zwölften Lebensjahr diesen auch mit dem Fahrrad nutzen dürften. Doch hineinragende Äste oder Zweige versperrten den Weg. Zudem müssten Menschen, die auf Gehhilfen und Rollatoren angewiesen sind, unter „Sturzgefahr den Gehweg beschwerlich über hohe Bordsteine verlassen“, kritisiert der Langenhagener. Statt nur mahnend den Finger zu heben, sollte die Stadt vielmehr zur Tat schreiten, fordert Janssen. Einsicht könne wohl nur mittels deftiger Lücke im Geldbeutel erzielt werden.

Die Stadtverwaltung sieht das ganz ähnlich – fordert die Bürger aber zunächst auf, vor den eigenen Grundstücken zur Schere zu greifen. „Erst wenn nach einem Schreiben, in dem auf den Rückschnitt hingewiesen wird und danach nichts geschieht, kann ein Verwarn- beziehungsweise Bußgeld erhoben werden,“ teilt Stadtsprecherin Juliane Stahl auf Anfrage mit. Und das werde vermutlich eher gering ausfallen. Sie erinnert die Grundstückseigentümer mit Blick auf die Unfallgefahren daran, ihrer Pflicht nachzukommen.

Neben freien Geh- und Radwegen dürften Zweige und Äste auch keine Verkehrsschilder oder gar Straßenlaternen verdecken. Das sei im Niedersächsischen Straßengesetz (NStrG) geregelt. Die Stadtsprecherin bittet Hauseigentümer angesichts des derzeitigen Austreibens von Bäumen und Sträuchern darum, auf ihren Grundstücken den Wuchs der Gehölze nahe öffentlicher Verkehrswege zu überprüfen. Mehr Kontrollen wird es laut Stahl nicht geben. Dafür fehle das notwendige Personal.

Von Sven Warnecke

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