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Wird das Weiherfeld erweitert?

Kaltenweide Wird das Weiherfeld erweitert?

Zur Überraschung der Langenhagener Stadtverwaltung wird sich der Umweltausschuss der Region bereits nächste Woche mit einer möglichen Erweiterung des Weiherfeldes beschäftigen. Tatsächlich möchte die Stadt dazu einen Teil des Landschaftsschutzgebietes Wietzetal verlagern.

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Quelle: dpa/Symbolfoto

Langenhagen. 8,2 Hektar Wohnbaufläche am nordöstlichen Rand des Weiherfeldes - die Informationsdrucksache 2641 (III) für den Umweltausschuss der Region liest sich ziemlich konkret. Langenhagens Wirtschaftsförderer Jens Monsen klingt dagegen deutlich zurückhaltender. „Wir befinden uns ganz am Anfang der Planungsphase.“

Bestreiten möchte er das beschriebene Ansinnen jedoch nicht. Tatsächlich erwägt die Stadt, das komplett verkaufte Weiherfeld zu erweitern. Derzeit verfügt Langenhagen über kein stadteigenes freies Baugrundstück mehr. Das nächste Baugebiet wird nach langem Streit wohl 2017 zwischen Schulenburg und Engelbostel erschlossen sein.

Und so hat vor einem Jahr ein erstes Abtasten zwischen Stadt und Region begonnen: Ob diese sich wohl vorstellen könne, für Wohnbebauung am Weiherfeld gut sieben Hektar aus dem dortigen Landschaftsschutzgebiet (LSG) Wietzetal zu löschen und am Wietzepark 8,33 Hektar neu auszuweisen. Die dort notwendigen Grundstücke hat die Stadt bereits erworben. Bevor die Verwaltung damit in ein Bauleitverfahren einsteigt, sollte - so die Vereinbarung mit der Region - die politische Grundstimmung in der Regionsversammlung ergründet werden. Sie muss dem Umzug des Schutzgebietes zustimmen, wie es unlängst bei der Diskussion um das Restaurant Waldkater in Maspe nötig war. Deshalb wird der Umweltausschuss jetzt erst mal nur über den Antrag der Stadt Langenhagen informiert. Ein Beschluss ist nicht vorgesehen.

„Erst, wenn wir von der Region im Grundsatz Wohlwollen signalisiert bekommen“, sagte Monsen auf Nachfrage, „werden wir das Thema hier in der Politik diskutieren.“ Bis dahin seien noch Feinabstimmungen nötig. Auch deshalb ist Monsen über die Tagesordnung des Ausschusses überrascht. Mit dem Umweltdezernenten der Region, Axel Priebs, sei er erst für Ende Oktober wieder verabredet. Und unter einer „grundsätzlichen Abfrage der politischen Stimmung in dieser Frage“ stellt sich Monsen nicht zwingend eine öffentliche Ausschusssitzung vor. Erst wenn die Politik in Langenhagen zustimmt, wird die Teillöschung des LSG der Region zum Beschluss vorgelegt.

Wie die bestehende Wohnbebauung entlang der Altenhorster Straße sollen auch die drei neuen Bereiche zur Straße mit Garagenreihen gegen den Verkehrslärm geschützt werden. Zudem seien Reihen- und Einfamilienhäuser geplant, „keinesfalls Geschosswohnungen“. Und noch etwas schließt Monsen aus: „Es wird kein Zusammenwachsen der Seestädte geben.“

Der Umweltausschuss tagt am Dienstag, 13. Oktober, ab 16 Uhr im Neuen Regionshaus in Hannover, Hildesheimer Straße.

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