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Sport im Job - Unternehmer informieren sich

Langenhagen Sport im Job - Unternehmer informieren sich

Obst am Arbeitsplatz, Massage während der Pausen, eine Betriebssportgruppe - all das fördert die Gesundheit von Mitarbeitern, deshalb interessieren sich Firmen zunehmend für das entsprechende Management.

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Sport geht auch am Arbeitsplatz - Unternehmer testen ihre Balance auf einem Bein und wedeln mit den Händen.

Langenhagen. Wer gesund lebt, profitiert selbst am meisten davon. Aber auch die Unternehmen ziehen ihren Nutzen daraus, wenn ihre Mitarbeiter seltener wegen einer Erkrankung ausfallen. Wohl auch deshalb richten Geschäftsführer zunehmend den Blick auf das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), das der Regionssportbund und die AOK nun auch mit durchaus unterhaltsamen Elementen beim Wirtschaftsklub thematisierte. Dabei ging es gleichermaßen um Balance, Fitness und Denksport.

"Arbeitsschutz ist eine Pflichtaufgabe", sagte Volker Kirschbaum, bei der AOK für das Thema zuständig. Es gebe ein ganzes Bündel an Aktionen, die jedes Unternehmen für sich und seine Mitarbeiter bewerten müsse. Klar sei aber auch: "Das Ziel ist, Fehlzeiten zu reduzieren. Wenn aber eine Grippewelle die Mitarbeiter zweimal im Jahr erwischt, dann lässt sich das Ziel nicht mehr halten." Gleichwohl steige das Wohlbefinden der Beschäftigten bei Angeboten wie Betriebssportgruppen, Vergünstigungen für Sportstätten oder gesunder Ernährung.

Bereits seit mehreren Jahren kümmert sich Kathrin Warnecke bei Dachser um die Gesundheitsförderung: Wöchentliche Obstkörbe in den Abteilungen gehören ebenso dazu wie Inhouse-Massagen, kostenlose Grippeschutzimpfungen, vergünstigte Konditionen in Fitnessstudios oder Schwimmbädern. Hinzu kämen arbeitsmedizinische Untersuchungen am Arbeitsplatz. Mit einem externen Anbieter versuche Dachser seit Anfang 2015 das BGM umzusetzen, indem beispielsweise die Belastungsstörungen am Arbeitsplatz definiert würden. Auch bei Holtmann Messe und Event steht das Thema nach Aussage von Bettina Dombrowski schon lange auf der Agenda mit Obstkörben, Betriebssport, Fitnessstudio und Massage. "Seit einigen Monaten greifen wir diese Dinge strategisch auf", sagt Dombrowski und fügt hinzu, letztlich gehe es darum, mit einzelnen Maßnahmen die breite Masse zu erreichen. "Das ist nicht immer leicht, weil es eben auch ins persönliche Leben greift."

Während Geschäftsführer Uwe Haster für sein gleichnamiges Unternehmen zunächst eine Bestandsanalyse, auch an den Arbeitsplätzen anschieben möchte, hat Silke Eichler mit ihrem Pflegedienst bereits erste Erfahrungen gesammelt: "Als Angestellte war ich der Meinung, es werde zu wenig für die Mitarbeiter gemacht", sagt sie. Deshalb habe sie nach ihrer Selbstständigkeit den Beschäftigten Gutscheine für Krankengymnastik und Fango-Massagen gegeben. "Das wurde wenig genutzt." Deutlich besser komme die neuste Idee an: "An jedem zweiten Mittwoch gehen wir ins benachbarte Yoga-Studio für ein einstündiges Training." Seitdem habe sich die Beweglichkeit verbessert, außerdem profitierten die Mitarbeiter von der Entspannung im Aerial-Yoga-Tuch. "Und nicht zuletzt fördert es die Gruppendynamik", hat Eichler festgestellt.

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