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Wirtschaftsmanager spricht bei Laienkanzel

Godshorn Wirtschaftsmanager spricht bei Laienkanzel

Trost spenden, Trost benötigen - mit diesem Thema hat sich Professor Guido Stannek bei der 9. Laienkanzel beschäftigt. Und der Wirtschaftsmanager ließ keinen Zweifel: Jeder Mensch kann trösten und sich trösten lassen.

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Guido Stannek spricht über Trost und Trösten.Bismark

Quelle: Bismark

Langenhagen. Rund um die Jahreslosung „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ schlug der Godshorner den Bogen von privaten Situationen, in denen Menschen einen Zuspruch benötigen, bis hin zur aktuellen Herausforderung, dem Strom an Flüchtlingen. Wenn eines seiner Kinder traurig oder verletzt sei, helfe ein Pflaster - ein Trostpflaster eben. „Es helfen aber auch aufmunternde Worte, dann fassen sie Mut für neue Anforderungen“, sagte Stannek in der vollbesetzten Kirche Zum Guten Hirten, deren Gemeinde zum neunten Mal die Laienkanzel als Regionalgottesdienst am Neujahrstag für alle Langenhagener Gemeinden organisiert hatte.

Zuspruch zu geben sei essenziell für die Erziehung der Kinder und ein hohes Gut im Umgang miteinander. Wobei, merkte Stannek mit kritischer Ironie an, die Jahreslosung die Mutter als Tröstende benenne. „Sollten nicht auch Väter trösten können?“ Die Frage beantwortete der Manager und Ehrenprofessor der Universität Jiliang in China für sich und seine Generation mit einem klaren Ja. „Männer mussten es erst lernen, weil das Rollenverständnis in früheren Zeiten klar abgegrenzt war“, sagte der 47-Jährige und Vater von vier Töchtern.

Trost benötige jeder Mensch in Momenten des Zweifelns und des Verzweifelns, wenn die Ängste größer seien als das Selbstvertrauen, sagte der Godshorner. Wenn ihn die Verantwortung für Tausende Mitarbeiter zu eben jenen Zweifeln führe, dann benötige er Ruhe und Zuversicht von Freunden und der Familie. Den anderen mit Worten, Taten und Gesten aufzumuntern, setze Mitgefühl voraus und die Fähigkeit, die Emotionen des anderen nachvollziehen zu können. Damit schlug er den Bogen zu den Flüchtlingen, nicht nur, aber auch in Godshorn.

Im Kleinen zu helfen könne Großes bewegen, sagte Stannek mit Blick auf die Flüchtlinge und die ungezählten ehrenamtlichen Unterstützer. „Wer Hilfe benötigt, soll sie erhalten“, forderte er und fügte hinzu: Die Gesellschaft müsse aber auch dafür sorgen, dass Arme und Mittellose in der jetzigen Situation nicht gegeneinander ausgespielt werden.

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Von Redakteur Antje Bismark

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