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Bäume auf die Friedrich-Ebert-Straße?

Langenhagen Bäume auf die Friedrich-Ebert-Straße?

Die Friedrich-Ebert-Straße in Wiesenau soll verkehrsberuhigt und saniert werden. Bei einem Workshop zur Neugestaltung haben sich die Anwohner deutlich für eine Variante mit Pflanzinseln auf der Fahrbahn ausgesprochen. Wie es dort weitergeht, darum geht es in der nächsten Sitzung am 18. Mai.

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Die Friedrich-Ebert-Straße soll nicht nur saniert werden, sondern zugleich so neu gestaltet werden, dass sich die Lebensqualität im Wohnquartier verbessert. Die Anwohner wünschen sich dafür künftig richtige Pflanzinseln auf der Fahrbahn.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. Eher trostlos, das trifft das Erscheinungsbild der Friedrich-Ebert-Straße derzeit ganz gut. Gut durchgerüttelt fühlen sich zudem jene, die auf der Straße mit dem Fahrrad unterwegs sind oder versuchen, mit einem Kinderwagen oder Rollator die Fahrbahn zu überqueren. Schlaglöcher und eher geflickt wirkende Gossen tragen dazu ihren gehörigen Teil bei. Dies soll sich nun ändern. Die Stadt hat sich die Sanierung der Fahrbahn und damit einhergehender Umgestaltung als erstes Projekt vorgenommen, das den Zielen des „Sanierungsgebietes Soziale Stadt“ genügen soll.

In einem Workshop mit Anwohnern der Straße haben Stadtplanerin Christine Söhlke und Verkehrsexpertin Anette Mecke verschiedene Möglichkeiten der Neugestaltung vorgestellt – mit allen Vor- und Nachteilen. Die Bedürfnisse der eher schmalen Straße sind vielfältig. Für die Anwohner ist der Gehweg wichtig, schon allein, weil der Schulweg der Kinder durch diese Straße führt. Zugleich wird die Fahrbahn als Parkplatz genutzt. „Wir haben deshalb drei Varianten überlegt, wie die Straße neu aufgebaut werden kann“, berichtete Mecke jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung. „Jede Variante hat jedoch ihre Nachteile. Letztlich spielt die verbleibende Fahrbahnbreite die entscheidende Rolle.“ Deshalb favorisiert die Stadt Variante Nummer 3, der sich im Workshop bis auf einer Enthaltung alle Teilnehmer anschlossen: Danach soll es künftig Pflanzinseln auf der Fahrbahn geben, die jedoch nicht mittig angesiedelt werden.

Auf diese Weise verbleibt auf einer Seite der Insel genügend Platz, damit auch ein großes Einsatzfahrzeug beispielsweise der Feuerwehr passieren kann. „Zugleich wird der Verkehr aber beruhigt.“ Mecke erläuterte, dass es in der Friedrich-Ebert-Straße künftig keine Trennung mehr zwischen Fahrbahn und Gehweg geben werde. „Wir gestalten eine sogenannte Verkehrsmischfläche, so wie sie es bereits im Oker- und im Ilseweg gibt.“ Auch dort teilen sich in einer verkehrsberuhigten Fläche alle Verkehrsteilnehmer gemeinsam die Gesamtfläche. Markierte Parkbuchten und Pflanzinseln sorgen dafür, dass sich die motorisierten Verkehrsteilnehmer nicht schneller als erlaubt fortbewegen können.

Wie viele Parkplätze am Ende zur Verfügung stehen werden, vermag Mecke derzeit nicht zu sagen. „Wir haben erst einmal nur ein Teilstück vorgeplant, um unsere Vorstellungen deutlich zu machen und um zu beweisen, dass auch bei Grundstückseinfahrten und Einmündungen alle Kurvenradien für alle Fahrzeuge ausreichend sind.“ Alle weiteren Planungen im Detail folgen, wenn auch der Sanierungsbeirat und der Verkehrsausschuss des Rates den von den Anwohnern favorisierten Vorschlag bestätigt haben, betonte Söhlke im Gespräch. Der Ausschuss beschäftigt sich jedoch erst am 30. Mai mit dem Thema.

Bereits am 18. Mai kommt nach Söhlkes Angaben der Sanierungsbeirat für Wiesenau zusammen. Treffpunkt ist um 18 Uhr in der Adolf-Reichwein-Grundschule. Mecke und Söhlke werden dort die Ergebnisse des Workshops für die Friedrich-Ebert-Straße vorstellen sowie die Details zu den Bauarbeiten. „Wenn alle Beschlüsse gefasst sind und die Ausschreibung gelaufen ist, können wir im Frühjahr 2018 mit den Arbeiten beginnen“, sagte Mecke. Der Ausbau werde in Abschnitten vollzogen, da jeweils der betreffende Teil für den Verkehr voll gesperrt werden muss. Wie lange dies jeweils dauern wird, kann Mecke derzeit nur schwer schätzen.

Auf der Prioritätenliste kommt als nächstes und damit 2019 der Sonnenweg an die Reihe. „Für 2020 würden wir die nördliche Liebigstraße und die Händelstraße vorschlagen“, sagte Söhlke. Danach folgten zunächst die Bachstraße sowie schließlich die Adolf-Reichwein-Straße mit ihren Stichwegen. „Die übrigen Straßen werden bei Bedarf punktuell angefasst.“

Im Sanierungsgebiet der Nördlichen Kernstadt/Walsroder Straße wird es am Dienstag, 9. Mai, in der Hermann-Löns-Grundschule einen Workshop für die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes geben. Der dortige Sanierungsbeirat trifft sich am Dienstag, 23. Mai, am selben Ort.

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