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Zehn Minuten Protest für mehr Stellen

Langenhagen Zehn Minuten Protest für mehr Stellen

Mit einer bundesweiten Protestaktion hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch auf die Personalknappheit in deutschen Krankenhäusern aufmerksam gemacht. Für zehn Minuten sind auch Ärzte und Pflegekräfte der Paracelsus-Klinik am Silbersee in den Ausstand getreten.

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Einmalige Aktion: Wie in ganz Deutschland üben auch an der Langenhagener Paracelsus-Klinik die Mitarbeiter für zehn Minuten den Aufstand.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Nach Berechnungen Verdis fehlen an deutschen Krankenhäusern 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. Diese grobe Schätzung hatte die Gewerkschaft bereits im Jahr 2013 erhoben, sagte am Mittwoch Michaela Ramünke, Betriebsratsvorsitzende in der Langenhagener Paracelsus-Klinik am Rande des um 13 Uhr angesetzten kurzen Ausstandes. Dieser wird auch von der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft unterstützt.

Ramünkes Angaben zufolge sei die Aktion einmalig. „So etwas hat es noch nie gegeben.“ Etwa 1400 Kliniken beteiligten sich unter dem Motto „Mehr von uns ist besser für alle“ gestern bundesweit an dem Protest. Dabei wurden die Beschäftigten in Krankenhäusern aller Träger aufgerufen, in der symbolischen Aktion jeden einzelnen fehlenden Arbeitsplatz mit einer Ziffer kenntlich zu machen. Dazu hatte Verdi entsprechende 162.000 Nummernschilder verteilt.

„Es soll Druck gemacht werden“, betont Ramünke im Gespräch mit dieser Zeitung. Denn am Mittwoch tagten zeitgleich auch die Gesundheitsminister des Bundes und der Länder in Bad Dürkheim. Mit der Aktion sollen sie zu einer gesetzlichen Regelung der Personalausstattung in den Kliniken gedrängt werden. Verdi erhofft sich so, den Personalmangel zu beseitigen und fordert eine am Bedarf orientierte Personalbemessung.

Während der Aktion gab es für die Patienten und Besucher in Langenhagen keinerlei Einschränkungen, teilte auf Anfrage Kliniksprecherin Miriam Hemme mit. Vor, während und nach dem Protest sei die Versorgung gewährleistet gewesen.

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