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Zu viel Gold und Geld im Koffer

Langenhagen Zu viel Gold und Geld im Koffer

Auf knapp eineinhalb Kilogramm Gold und Bargeld in fünfstelliger Höhe sind Zöllner jetzt bei der Gepäckkontrolle von zwei Reisenden am Langenhagener Flughafen gestoßen. Doch die Einfuhr ist seit dem Jahr 2007 verboten - um Geldwäsche zu bekämpfen.

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Bei Reisen innerhalb der EU müssen Zahlungsmittel über 10.000 Euro lediglich mündlich und nur auf Verlangen angemeldet werden.

Quelle: dpa

Langenhagen. In beiden Fällen wurden die Zollbeamten bei einer Röntgenkontrolle der Gepäckstücke misstrauisch. Nach Auskunft von Zollsprecher Hans-Werner Vischer hatte ein aus der Türkei ankommender 78 Jahre alter Mann auf Befragen der Zöllner zunächst keine zu verzollenden Waren angegeben. Was die Beamten dann aber aus seinem Koffer zutage förderten, war doch schon ungewöhnlich: Er hatte 18 Schmuckstücke aus Gold im Wert von 22.000 Euro dabei. Für die Einfuhr hätte er 4100 Euro Steuern zahlen müssen, sagt Vischer. Doch nicht nur das, er hatte auch noch 42.000 Euro Bargeld bei sich. Der Schmuck wurde vom Zoll einkassiert. Zudem erwartet den 78-Jährigen nun ein Straf- und Bußgeldverfahren.

Bereits einen Tag zuvor entdeckte der Zoll bei der Einreise eines 45-Jährigen aus Istanbul in dessen Gepäck einen nicht angemeldeten, 716 Gramm schweren Gürtel aus Gold im Wert von etwa 23.000 Euro. Dafür wäre bei der Einfuhr 4300 Euro Steuer fällig geworden, berichtet Vischer. Auch dieser Schmuck wurde sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Geldwäsche so bekämpfen

Seit Juni 2007 müssen sogenannte Drittlandsreisende ihre Zahlungsmittel wie Bargeld, aber auch Wertpapiere, Schecks und Edelmetalle ab einem Gesamtwert von 10.000 Euro unaufgefordert schriftlich anmelden. Bei Reisen innerhalb der EU müssen Zahlungsmittel über 10.000 Euro lediglich mündlich und nur auf Verlangen angemeldet werden. So soll Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer Vereinigungen verhindert werden, sagt Zollsprecher Hans-Werner Vischer. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu einer Million Euro geahndet werden kann.

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