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Schüler laden Zuwanderer in den Zoo ein

Langenhagen Schüler laden Zuwanderer in den Zoo ein

Sie helfen, wo Hilfe benötigt wird: Zehn Gymnasiasten nehmen in diesem Schuljahr an der sogenannten Helfen-AG teil. Mit deren Leiter und Lehrer Denis Stehr haben sie nun fünf Flüchtlingsfamilien aus Langenhagen zu einem besonderen Ereignis in der Region Hannover eingeladen.

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Sedra (von links, 11), Lehrer Denis Stehr, Marcel (12), Amira (13), Boris (12), Anna (17), Arjan (17), Hiveen (14), Meryem (17) und Johanna (14) nehmen an der AG-Helfen teil. Sie organisierten einen Zoo-Besucht mit Flüchtlingen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen. Unter den Motto "Willkommen Zoohause" organisierten die Schüler in Kooperation mit dem Fachdienst Soziales der Stadt Langenhagen, der die Familien vermittelte, einen Besuch im Zoo Hannover.

Die Bilanz des ehrgeizigen Projektes im Zoo fiel bei den Jungen und Mädchen sowie AG-Leiter Denis Stehr nun sehr positiv aus. "Die Stimmung ist von Anfang an toll gewesen, und wir haben viel gelacht", berichtete AG-Teilnehmerin Amira von dem schönen Erlebnis für die Familien, aber auch für die Organisatoren. Die Eltern hätten den Schülern von Anfang an vertraut. "Wir durften sogar mit den Kindern allein eine Bootsfahrt machen", erzählte die 13-Jährige stolz. "Eine rund um gelungene erste Aktion der Schüler", bilanzierte AG-Leiter Denis Stehr.

Das Tagesprogramm von 10 bis 17 Uhr war prall gefüllt: Es startete mit einem Picknick, zu dem jeder etwas mitgebracht hatte, über einen Besuch auf Kletterpfaden, Rodelbahn und Streichelwiese bis hinzu einem Abstecher zu vielen Gehegen, um fast jedes Tier einmal gesehen zu haben. "Alle waren total interessiert", sagte Hiveen und merkte an, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene die Tiernamen auf Deutsch kennen lernten. Die 14-jährige Gymnasiastin spricht auch Arabisch. "Wir konnten wiederum unsere Arabisch-Kenntnisse auffrischen", sagte die gebürtige Syrerin. Mit der Aktion hat die AG zu den Familien Kontakte geknüpft. "Die 15 Kinder tobten ausgiebig, und sie haben hinterher wohl selig geschlafen“, vermutete die 17-jährige Meryem.

Ermöglicht wurde die Einladung in den Zoo durch den Verkauf von Eis. In großen Pausen boten die AG-Teilnehmer die süße Speise an drei Tagen an. Dabei nahmen sie das nötige Geld für den Besuch im Zoo ein.

Die AG war auch schon im vergangenen Schulhalbjahr bereits aktiv: Kino, Fußball und Grillen boten die Aktiven speziell für Flüchtlinge an. "Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht", sagte Stehr im Rückblick.

Jetzt sind auch neue Ziele gesetzt: Demnächst will die AG selbstgemachte Lutschkugeln und Kuchen auf einem Spieß verkaufen, um unter dem Motto "Willkommen zuhause" später mit dem erwirtschafteten Geld Flüchtlingskinder zum Basteln einzuladen. Zudem wollen die Schüler ein Treffen organisieren, das sich mit der Heimat der Auswanderer befasst: Gespräche über kulturelle Hintergründe, Rollenspiele, Musik und ein gemeinsames Essen planen sie für die nächsten Monaten auf die Beine. Denn: "Sie sollen sich nicht nur hier wohlfühlen, sondern wir wollen auch ihre Heimat kennenlernen", sagte die 17-jährige Arjan.

Von Katerina jarolim-vormeier

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