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Hort muss umziehen

Langenhagen Hort muss umziehen

Weil es an der IGS-Süd zu eng wird, müssen zwei Hortgruppen dort ausziehen. Für sie will die Stadt nun Privaträume in einem Haus In den Kolkwiesen mieten. Der Jugendhilfeausschuss hat dies jetzt einstimmig empfohlen. Der Rat wird am Montag darüber endgültig entscheiden.

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An der IGS-Süd wird es eng. Um den Umbau-Bedarf zu beschränken, müssen zwei Hortgruppen nun ausziehen.

Quelle: Neander

Langenhagen. Betroffen sind maximal 40 Kinder, die künftig rund 1,2 Kilometer von der Schule an der Angerstraße nachmittags betreut werden. Auslöser für diese Umsiedlung sind zweierlei: Zum einen hat die neue Gesamtschule erwartungsgemäß im künftig dritten Jahrgang einen deutlichen höheren Raumbedarf. Zum anderen sieht sich die Stadt nach einem Rechtsstreit mit dem Eigentümer der neuen Räume in Zugzwang.

"Der Eigentümer hatte beantragt, dort eine Kinderbetreuung aufzubauen", erläuterte Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch am Donnerstagabend im Jugendhilfeausschuss. "Unsere Bauabteilung hatte ihm dies versagt, doch ein Gericht hat ihm nun recht gegeben." In Abwägung aller Bedürfnisse habe sich die Verwaltung dazu entschlossen, nun beide Probleme in einem zu lösen.

An der IGS-Süd werden im kommenden Schuljahr erstmals Grund- und Gesamtschule als Einheit beschult. Dies hat Folgen für den Umbaubedarf, wenn die IGS-Süd ihre Ganztagsbetreuung ausbauen wird. Die Stadtverwaltung hatte in der politischen Diskussion um die mit deutlicher Ratsmehrheit beantragten Verschmelzung der beiden Schultypen wiederholt gewarnt, dass die Fläche an der Angerstraße für alle nun notwendigen Um- und Neubauten sehr klein sei. Auch vor diesem Hintergrund, so Gotzes-Karrasch, versuche die Stadt nun an allen Ecken Räume für den Schulbetrieb zu gewinnen.

Sollten alle behördlichen Genehmigungen zeitnah eingehen, soll der Umzug schnellstmöglich über die Bühne gehen, heißt es in der Beschluss-Drucksache der Verwaltung. Spätestens aber sollen die zwei Hortgruppen bis zum 1. November dieses Jahres in neuen Räumen zuhause sein. Notwendig werden dort einige Umbauarbeiten, so Gotzes-Karrasch. Diese Kosten werden auf die Miete der vertraglich vereinbarten zehn Jahre aufgeschlagen.

Auch In den Kolkwiesen wird es ein Außengelände geben. Weil für einen Hort grundsätzlich kein Einzugsgebiet gilt, können diese Einrichtung auch Kinder der Friedrich-Ebert-Grundschule besuchen. Dass die Kinder künftig einen Weg von einem guten Kilometer zurücklegen und dabei die Walsroder Straße queren müssen, ist weder in der Drucksache noch im Ausschuss problematisiert worden. Der Antrag passierte die Sitzung ohne jede Diskussion und mit einstimmigem Zuspruch. Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch gab auf Nachfrage zu Bedenken: "Die Kinder der Friedrich-Ebert-Grundschule müssen auf dem Weg zum Hort Stadtmitte sogar die Bothfelder Straße überqueren."

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Wenn der Rat zustimmt, ziehen die Hortgruppen von der IGS-Süd an der Angerstraße in ein Gebäude In den Kolkwiesen um. Die Entfernung beträgt rund 1,2 Kilometer Fußweg.

Quelle: Screenshot: Google Maps

Von Rebekka Neander

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