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Zwölf-Apostel-Kindergarten feiert Richtfest

Langenhagen Zwölf-Apostel-Kindergarten feiert Richtfest

Der katholische Zwölf-Apostel-Kindergarten kommt seinem Erweiterungsneubau für die Krippe immer näher. Jetzt hat die Gemeinde am Weserweg das Richtfest gefeiert. Beim Bau hatte es einige Verzögerungen gegeben. Zum Jahreswechsel sollen die Krippenkinder den Anbau aber in Beschlag nehmen können.

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Die Jungen und Mädchen des Zwölf-Apostel-Kindergartens singen zum Richtfest.

Quelle: priesemann

Langenhagen. "Die Kinder rufen laut hurra, die Krippe ist bald für uns da", singen die Jungen und Mädchen des Zwölf-Apostel-Kindergarten beim Richtfest. Sie selbst dürfen allerdings gar nicht in den 185 Quadratmeter großen Anbau einziehen. Der ist für 15 jüngere Krippenkinder reserviert.

Momentan seien zehn von ihnen bereits im Kindergarten unterbracht. Zudem habe die Gemeinde zum 1. August drei Betreuerinnen eingestellt, berichtet Gabriele Hellfeuer. Sie ist seit 1996 Leiterin des Kindergartens. "Die Nachfrage nach Krippenplätzen ist jetzt schon riesig", sagt Hellfeuer. Bisher seien 90 Kinder in den Räumlichkeiten des 41 Jahre alten Kindergarten-Gebäudes untergebracht.

Beim Bau habe es allerdings einige Verzögerungen gegeben, erzählt Gemeindepfarrer Klaus-Dieter Tischler. "Ich stehe ja Wundern von Berufswegen offen gegenüber. Als ich vor 14 Tagen an der Baustelle vorbeigegangenen bin, dachte ich, dass wir jetzt eins brauchen", erinnert er sich mit einem Schmunzeln. Der Grund für die Verzögerungen liege aber bereits einige Wochen zurück.

Die Bauarbeiter seien gleich zu Beginn der Arbeiten auf eine Betonschicht gestoßen, die in keinen Plänen verzeichnet gewesen sei. Sie habe vermutlich zu einem Vorkriegsbau gehört, berichtet der Pfarrer. Rund 50 Tonnen Bauschutt hätten abgetragen werden müssen. Dann sei auch noch der Kampfmittelbeseitigungsdienst angerückt, da in der Nähe schon einmal eine Bombe gefunden worden sei. Ein Fund blieb der Gemeinde aber erspart. Wenigstens seien die Kinder über die anhaltenden Bauarbeiten begeistert gewesen: "Die standen die ganze Zeit vor dem Fenster oder am Zaun, als hier ein riesiges Loch ausgehoben wurde", erzählt Hellfeuer. 

Nicht so glücklich sei hingegen Gemeinde-Kassenwart Lothar Auge gewesen, wusste Tischler in seiner Rede zu berichten: "Er sang ständig: Wer soll das nur bezahlen?" Auge selbst bestreitet zwar gesungen zu haben, gewurmt hätten ihn die Verzögerungen aber dennoch. "Damit war nicht zu rechnen", sagt Auge. Es seien rund 30.000 Euro Mehrkosten entstanden, die der Finanzbeauftragte des Kirchenvorstandes wieder reinholen möchte: "Abgerechnet wird zum Schluss", gibt er sich optimistisch.

Der inklusionsfähige Neubau samt einer Verbindung zum alten Gebäude koste rund 817.000 Euro, eine halbe Million Euro steuere die Stadt hinzu, dazu gebe es Fördermittel. Die Gemeinde selbst zahle 120.000 Euro. "Das ist es uns auch wert", sagt Auge. Es sei schließlich der erste Kindergarten unter katholischer Trägerschaft in Langenhagen.

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Von Sascha Priesemann

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