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14 Stunden Einsatz auf der Autobahn

Hämelerwald 14 Stunden Einsatz auf der Autobahn

Großeinsatz auf der A2 bei Hämelerwald: Rund 120 Helfer sind dort am Freitagabend angerückt, um die Folgen eines Unfalls mit Gefahrgut einzudämmen. 14 Stunden blieb die Hauptverkehrsader voll gesperrt. Am Montag sollen noch Folgen des Unfalls beseitigt werden.

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An dem Unfall auf der A 2 waren zwei Lastwagen beteiligt.

Quelle: Christian Elsner

Hämelerwald. Wer in der Nacht zu Sonnabend auf der A 2 in Richtung Hannover fahren wollte, hatte schlechte Karten. 14 Stunden lang blieb die Hauptverkehrsader voll gesperrt. Am Montag dürfte die Autobahn bei Hämelerwald wieder zum Nadelöhr werden. Dann sollen nach Angaben der Feuerwehr noch Folgen des Unfalls vom Freitagabend beseitigt werden. Vermutlich müssen dafür der Standstreifen und die rechte Fahrspur bei Hämelerwald gesperrt werden.

Der Unfall hatte sich am Freitag um kurz nach 19 Uhr rund 1000 Meter westlich der Anschlussstelle Hämelerwald ereignet. Laut Polizeiangaben war dort ein 24-Jähriger mit seinem Sattelzug liegen geblieben und auf den Seitenstreifen gerollt. Ein 60-jähriger Lastwagenfahrer erkannte die Situation zu spät. Es kam zu einer Berührung der zwei Lastzüge, bei der einer der insgesamt 19 Behälter auf der Ladefläche des gestoppten Sattelzugs leckschlug. Etwa die Hälfte der Flüssigkeit aus dem 1000-Liter-Tank ergoss sich auf Fahrbahn und Seitenstreifen. Dabei handelte es sich um eine Flüssigkeit für die industrielle Metallverarbeitung. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 45.000 Euro.

Die ersten Meldungen, die nach dem Unfall bei den Rettungkräften einliefen, klangen beängstigend. Bei der ausgelaufenen Flüssigkeit handele es sich um krebserregendes Formaldehyd, hieß es. Später stellte sich heraus, dass es die Helfer mit einer weniger gefährlichen harzartige Phenollösung mit einem Anteil von einem Prozent Formaldehyd zu tun hatten. Nach Darstellung des THW Lehrte hat diese Substanz jedoch die Eigenschaft, beim Kontakt mit Wasser zu erhärten und spiegelglatt zu werden. Sie von Oberflächen zu entfernen ist schwierig, was den Einsatz der in Schutzkleidung arbeitenden Hilfskräfte extrem in die Länge zog. Rund 1500 Liter Flüssigkeit mussten aus beschädigten Tanks abgepumpt werden.

Während der Bergungsarbeiten war auch der ABC-Zug der Regionsfeuerwehr Ost mit seinen 14 Fahrzeugen im Einsatz. Laut Christian Fechner, stellvertretender Ortsbrandmeister in Hämelerwald, summierte sich die Anzahl der Helfer auf 120, darunter auch zwölf vom Roten Kreuz und acht vom THW. Ab Montag müsse nun der von der Flüssigkeit beschädigte Flüsterasphalt ersetzt sowie verunreinigtes Erdreich neben der Fahrbahn ausgekoffert werden. Das bedeutet Verkehrsbehinderungen.

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