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250 Ballen Stroh und Silage brennen ab

Großbrand bei Immensen 250 Ballen Stroh und Silage brennen ab

Großbrand in der Feldmark nördlich von Immensen: Rund 250 Ballen Stroh und Silage sind dort in der Nacht zu Dienstag in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr war mit Dutzenden Einsatzkräften vor Ort. Das Feuer war offenbar kurz vor 23 Uhr ausgebrochen, die Löscharbeiten dauerten bis gegen 9 Uhr. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

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Die Stroh- und Silageballen brennen lichterloh.

Quelle: Joachim Dege

Immensen. Ein 55-jähriger Zeuge, der gegen 23 Uhr auf der Landesstraße 412 in Richtung Burgdorf unterwegs war, entdeckte das Feuer auf dem Acker am Rand des Burgdorfer Holzes als Erster. Die Stroh- und Silageballen brannten zu diesem Zeitpunkt bereits lichterloh. Der Mann alarmierte die Polizei, rund 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Immensen, Arpke und Sievershausen eilten zu der abgelegenen Einsatzstelle in der Feldmark unweit des Aussiedlerhofs von Landwirt Henning Beinsen und trafen dort etwa gegen 23.30 Uhr ein.

Ein Mitarbeiter des Landwirts hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eigene Faust damit begonnen, mithilfe eines Treckers samt Frontgabel Schneisen in die aufeinandergetürmten, brennenden Strohballen zu reißen. Vermutlich verhinderte er damit einen noch deutlich größeren Schaden. Auf dem Acker direkt neben seinem Hof lagert Beinsen zurzeit nach eigenen Angaben rund 2000 Ballen Stroh und Silage für seine etwa 150 Milchkühe sowie eine Reihe von Kälbchen. Das Stroh dient als Streu für die Tiere, die Silage als Futter.

Die Polizei schätzt den bei dem Großfeuer entstandenen Schaden auf etwa 5000 Euro. Beinsen setzt ihn deutlich höher an, und zwar im niedrigen fünfstelligen Bereich. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Schaden entstand aber an dem Trecker, mit dem die brennenden Ballen auseinandergezogen wurden. An dem Fahrzeug platzte ein Reifen.

Beinsen ist sich ebenso wie die Brandermittler ziemlich sicher, dass als Ursache für das Feuer nur Brandstiftung infragekommt. „Hoffentlich kommt da nicht wieder eine ganze Serie auf uns zu“, sagt der Landwirt. Er erinnert sich noch gut an die vielen derartigen Vorfälle im Umfeld von Lehrte im Frühjahr und Sommer 2012.

Damals hatte eine Clique von jungen Leuten etliche Strohballenlager im Bereich Steinwedel, Lehrte, Immensen und Ramhorst angezündet. Aber auch Hochsitze, Abfallcontainer und sogar einen Schuppen voller Spielgeräte an der Grundschule in Lehrte-Süd setzten die jungen Leute in Brand. Insbesondere viele Lehrter Landwirte hatten damals große Sachschäden zu verzeichnen. Die Täter wurden im September 2012 gefasst und kamen vor Gericht. Dort gaben sie zu, ihre Taten aus Langeweile begangen zu haben.

Als die letzten Feuerwehrleute am Dienstag gegen 9 Uhr die Brandstätte in der Immenser Feldmark verlassen hatten, stieg an manchen Stellen aus dem niedergebrannten Stroh- und Silagelager noch Dampf empor. Zwar war die Gefahr, dass sich das Stroh erneut entzündet, nur sehr gering. Beinsen sagte aber, er werde „noch einmal mit der Beregnung drübergehen“.

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Fotostrecke Lehrte: 250 Ballen Stroh und Silage brennen ab

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Von Achim Gückel und Joachim Dege

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