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300.000 Euro für das Eisenzeithaus

Immensen 300.000 Euro für das Eisenzeithaus

Großer Jubel am Grafhorn: Das Naturfreundehaus kann sein geplantes Eisenzeithaus realisieren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit 150 000 Euro, die Region gibt noch mal die gleiche Summe.

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Christian Helmreich zeigt Nachbildungen und Originalfunde, die im Eisenzeithaus ausgestellt werden.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Matthias Miersch, Kurator der DBU, hat das Bewilligungsschreiben für das geplante Eisenzeithaus gestern Naturfreundehaus-Betreiber Christian Helmreich im Beisein von Lokal-, Landes- und Bundespolitikern übergeben. „Das ist für uns ein ganz großer Schritt“, betonte Helmreich.

Die Stiftung hat in dem Dokument den Antrag des Naturfreundehauses auf Fördermittel bewilligt und finanziert die Hälfte des 300 000 Euro teuren Vorhabens. Die andere Hälfte übernimmt die Region Hannover. Mit dem Geld will das Naturfreundehaus ein begehbares Eisenzeithaus bauen und sich von einem Beherbergungsbetrieb zu einer historisch-ökologischen Bildungsstätte weiterentwickeln. „Wir wollen Lernort für Schulklassen, Jugendgruppen und Tagesgäste sein“, sagt Helmreich.

Geplant ist ein 18 mal acht Meter großes Gebäude, das mit einem begehbaren Wohnbereich und Ställen den Häusern der Eisenzeit nachempfunden ist. Darüber hinaus soll es Handwerksräume zum Schmieden, Töpfern, Tischlern und Weben geben, in denen auch Kurse angeboten werden sollen. Entstehen wird zudem ein Nutzgarten mit typischen Pflanzen der Epoche. Auslöser für die Idee zu einer Art Miniaturfreilichtmuseum waren archäologische Grabungsfunde gewesen. „Verhüttung war in dieser Gegend damals gang und gäbe“, sagte Helmreich.

„Das Projekt hat absoluten Vorbildcharakter und uns voll überzeugt“, sagte Miersch. Das Eisenzeithaus demonstriere den Einfluss des Menschen auf die Natur, Veränderungen im Landschaftsbild über Jahrhunderte sowie Aspekte der nachhaltigen Landnutzung von der Eisenzeit bis heute. „Das Besondere ist, dass man hier Geschichte nicht nur anschauen sondern praktisch erleben kann“, sagte Miersch.

Baustart kann laut Helmreich frühestens im Februar oder März sein. Vieles soll zudem zusammen mit den Besuchern entstehen. „Schüler können etwa Zäune flechten“, sagt Helmreich.

Das ist die DBU

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist eine der größten Stiftungen in Europa. Unterstützt werden innovative und beispielhafte Projekte zum Umweltschutz. Das geplante Eisenzeithaus des Naturfreundehauses Grafhorn fördert die DBU mit 150?000 Euro. Seit der Gründung im Jahr 1990 hat die Stiftung mehr als 8600 Projekte mit rund 1,5 Milliarden Euro Fördervolumen unterstützt. Das Stiftungskapital stammt aus dem Privatisierungserlös der Salzgitter AG. Mit dem Deutschen Umweltpreis in Höhe von 500?000 Euro wird jährlich der höchstdotierte Umweltpreis Europas vergeben. Das DBU-Kuratorium besteht aus 16 von der Bundesregierung berufenen Mitgliedern. Ihm gehören Bundes- und Landespolitiker sowie Repräsentanten gesellschaftlich relevanter Gruppen an. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch ist einer dieser Kuratoren.

Katja Eggers

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