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Angriff mit Machete: 35-Jähriger in U-Haft

Lehrte Angriff mit Machete: 35-Jähriger in U-Haft

Der 35-jährige Lehrter, der am Donnerstagabend an der Blumenstraße mit einer Machete auf einen Nachbarn eingeschlagen hat, sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird jetzt wegen versuchten Totschlags ermittelt. Das 67-jährige Opfer erlitt schwere Verletzungen, ist aber nicht in Lebensgefahr.

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In diesem Haus an der Blumenstraße hat der Täter einen Nachbarn mit der Machete angegriffen.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Die Blumenstraße im Süden der Kernstadt gilt gemeinhin als sehr ruhige und solide Wohngegend. "Hier passiert sonst nichts Wildes", sagte am Freitagvormittag eine Passantin. Umso schockierender ist das, was am Donnerstag gegen 21 Uhr in einem der schlichten Mehrfamilienhäuser geschah. Dort wohnen der 35-Jährige und sein späteres Opfer offenbar Tür an Tür in zwei Wohnungen. Es habe schon mehrfach Streit zwischen den zwei Männern gegeben, heißt es. Warum die Situation an jenem Abend eskalierte und worum es bei dem Konflikt ging, ist aber nach wie vor unklar. Ebenso kann die Polizei noch keine Aussagen darüber machen, ob möglicherweise Alkohol mit im Spiel war.

Nach bisherigen Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft spielte sich die Auseinandersetzung im Treppenhaus der Vier-Parteien-Hauses ab, direkt vor der Wohnungstür eines der beiden Männer. Ob der 35-Jährige die Machete schon zu Beginn des Streits bei sich trug oder sie erst später aus seiner Wohnung holte, können die Ermittler bislang nicht sagen. Der Täter soll seinem 67-jährigen Kontrahenten aber schließlich mindestens einen Hieb mit der Machete versetzt und ihn dabei schwer verletzt haben.

Rettungskräfte brachten den Verletzten in eine Klinik, Einsatzkräfte der Polizei konnten den 35-Jährigen in dem Haus an der Blumenstraße festnehmen. Zu den Vorwürfen gegen ihn schweige der Mann bisher, sagt Christian Gottfriedsen, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hildesheim. Die Ermittlungen dauerten jedoch an. Auch der Verletzte müsse noch gehört werden, heißt es seitens der Polizei. Die Spurensicherung hatte ihre Arbeit am Tatort bereits am Freitag gegen 11 Uhr erledigt.

Laut Gottfriedsen sind der Erwerb und der Besitz einer Machete, die ursprünglich in tropischen Ländern zum Freischlagen von Gebüsch und Unterholz genutzt wird, in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Verboten ist jedoch, eine solche Waffe in der Öffentlichkeit bei sich zu tragen.

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