Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
39-Jähriger soll 22 Einbrüche begangen haben

Lehrte/Sehnde 39-Jähriger soll 22 Einbrüche begangen haben

Immer wieder lassen Serien von Einbrüchen Haus- und Wohnungseigentümer um ihr Hab und Gut bangen. Jetzt kommt ein Mann vor Gericht, der 22 solcher Taten verübt haben soll - die meisten davon in Lehrte und Sehnde. Er machte dabei Beute im Wert von nahezu 100.000 Euro.

Voriger Artikel
Die Biene Maja steigt in den Wirringer Himmel
Nächster Artikel
Befürchtete Gewehrschütze einen Einbruch?
Quelle: dpa/Symbolbild

Lehrte. Dass der Angeklagte ein ziemlich dicker Fisch ist, war schon kurz nach seiner Festnahme klar. Der Mann komme möglicherweise für eine Vielzahl von Einbrüchen infrage, sagte ein Sprecher der Polizei schon am Tag nachdem der 39-Jährige im Januar in Ahlten gefasst wurde. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim 22 Einbrüche aufgelistet, die sie dem Angeklagten zuordnet. Vielleicht hat er aber noch mehr Taten auf dem Kerbholz.

Meistens war der Mann in Lehrter oder Sehnder Ortsteilen aktiv, einige Taten spielten sich aber auch in Burgdorf, der Wedemark und in Wennigsen ab. Laut Felix Muntschick, Sprecher des Landgerichts in Hildesheim, hatte es der Serieneinbrecher stets auf Geld oder Wertgegenstände abgesehen, die sich schnell zu Geld machen lassen. Mal nahm er Computer oder Notebooks mit, mal eine Münzsammlung, mal Schmuck.

Allein bei einem einzigen Einbruch soll der 39-Jährige laut Anklageschrift Beute von rund 26.000 Euro gemacht haben. Muntschick spricht auch von einer „Vielzahl von Fallakten“, die es für das Gericht durchzuackern gibt. Der Prozess in Hildesheim beginnt am 19. Oktober. Es sind acht Verhandlungstage geplant. Das Urteil soll im Dezember fallen.

Festgenommen wurde der Angeklagte im Januar unter außergewöhnlichen Umständen. Er hatte zunächst eine Scheibe an einem Einfamilienhaus in Ahlten zertrümmert und sich dabei offenbar ungestört gewähnt. Das stimmte jedoch nicht. Die 26-jährige Bewohnerin, die sich im Obergeschoss befand, hörte den Einbrecher und rief ihm nur vier Worte zu: „Ich hole die Polizei.“ Daraufhin türmte der Eindringling.

Die 26-Jährige alarmierte sofort die Ordnungshüter, konnte außerdem eine Beschreibung des Täters geben und wusste auch, in welche Richtung der Mann gelaufen war. Die Polizisten entdeckten ihn an der Bushaltestelle Edelerstraße, nur 200 Meter vom Einbruchsort entfernt. Dort wollte der Einbrecher offenbar in einen Bus einsteigen und sich davonmachen.

Als der Mann die Beamten erspähte, wurde er panisch und warf sich nach kurzer Flucht angsterfüllt auf den Boden. Schließlich stellte sich heraus, dass er zwar einen gefälschten Ausweis bei sich trug, aber keinen festen Wohnsitz vorweisen konnte. Daher sitzt der Mann seit Januar in Untersuchungshaft.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Digitales Daumenkino: So wächst das Parkhaus

Das Parkhaus in Lehrte wächst zusehends. Woche für Woche macht HAZ-Redakteur Achim Gückel ein Foto des Baus aus derselben Perspektive. Daraus entsteht ein digitales Daumenkino.