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678 Einsätze in zwölf Monaten

Lehrte 678 Einsätze in zwölf Monaten

Lehrtes Feuerwehren haben ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. Die Helfer mussten insgesamt 678 Einsätze absolvieren. Das sind 130 mehr als im Jahr zuvor. Insbesondere die Anzahl der technischen Hilfeleistungen steigt drastisch.

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Die Aufgaben der Feuerwehr sind vielfältig - das Bild zeigt Löscharbeiten in Röddensen
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Quelle: Archiv

Lehrte. 678 Feuerwehreinsätze im gesamten Lehrter Stadtgebiet innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate: Stadtbrandmeister Jörg Posenauer nennt das ein „normales Level“. Das seien ähnlich viele wie im Jahr 2013 (648). Das Jahr 2014 mit nur 548 Einsätzen tauge hingegen schlecht als Maßstab. „Damals hatten wir keine Unwetter“, sagt Posenauer. Im Jahr 2015 habe hingegen der Sturm „Niklas“ die Zahlen in der Statistik nach oben getrieben.

Insgesamt drei Großbrände mussten Feuerwehren aus dem Stadtgebiet im Jahr 2015 bekämpfen. Im April stand in Röddensen das Dachgeschoss eines alten Wohnhauses in Flammen, im Mai setzten Dachdecker bei Schweißarbeiten ein Haus an der Manskestraße in Brand, bei einem Wohnungsbrand in Hämelerwald im Dezember kam ein Mann ums Leben. Posenauer listet in seiner Statistik auch zehn sogenannte Mittel- und 77 Kleinbrände auf.

Es ist jedoch eine andere Kategorie von Einsätzen, welche den Feuerwehren Sorgen macht: die technischen Hilfeleistungen, von denen die Feuerwehrleute im Jahr 2015 exakt 300 leisten mussten (2013: 214). Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich etwa die sogenannten Türöffnungen. Immer öfter muss die Feuerwehr hilflose Menschen retten, wenn diese nicht mehr allein in der Lage sind, ihre Wohnung zu verlassen. „Das wird auch konstant zunehmen“, ist sich Posenauer sicher.

Die kostspieligsten Feuerwehreinsätze des vergangenen Jahres spielten sich indes auf der Autobahn 2 ab, wo die Helfer nach drei Lastwagenunfällen im sogenannten ABC-Einsatz waren. Bei jedem einzelnen Gefahrgutunfall waren mehr als 100 Feuerwehrleute über acht Stunden lang beschäftigt. Nach einem Lastwagen-Crash bei Hämelerwald im Oktober mussten schließlich für den ABC-Zug der Regionsfeuerwehr Hannover Ost knapp 20 Schutzanzüge ersetzt werden. „Die Kosten für die Ersatzbeschaffung von unbrauchbar gewordener Ausrüstung belaufen sich auf mehrere 10.000 Euro“, rechnet Posenauer. Er fordert „eine gerechte Verteilung der Kosten für die ABC-Abwehr in der Region“.

Ungewohnte Einsätze hatten die Feuerwehren im Oktober, als sie bei der Ankunft von drei Flüchtlingszügen im Einsatz waren. Auch der Aufbau einer Flüchtlingsunterkunft für rund 40 Menschen sei eine „neue Erfahrung für die Feuerwehrmitglieder“ gewesen, betont Posenauer.

25 Quereinsteiger, mehr Frauen

In den Lehrter Feuerwehren sind derzeit 379 Männer und 70 Frauen aktiv. Das sind vier Männer und 20 Frauen mehr als vor einem Jahr. Stadtbrandmeister Jörg Posenauer meint, dass diese Entwicklung zum Teil auch auf die intensive Werbung für den Dienst in der Feuerwehr zurückzuführen ist. Vor allem freut er sich aber über die hohe Zahl von Quereinsteigern: 25 neue Einsatzkräfte, die in die Feuerwehr eintraten, ohne vorher in der Jugendfeuerwehr aktiv gewesen zu sein. Posenauer meint, dass diese Entwicklung vor allem auf Zuzüge in Lehrte und Ahlten zurückzuführen ist. In den Jahren zuvor habe man eher darunter gelitten, dass aktive Feuerwehrleute aus Lehrte wegzogen.

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