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Hofstelle in Ahlten weicht für Neubauten

Lehrte Hofstelle in Ahlten weicht für Neubauten

Die Mauern der alten Gebäude an der Backhausstraße 4 in Ahlten fallen. Gestern haben die Abrissarbeiten der großen Hofstelle auf dem 4800 Quadratmeter groißen Grundstück begonnen. Eigentümer Arnd Fritzmeier will dort den neuen Wohnpark Ahlten errichten - mit mehr als 30 barrierefreie Wohnungen.

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Baggerfahrer Lucky von der Firma Bähre macht der Hofstelle an der Backhausstraße 4 den Garaus.

Quelle: Sandra Köhler

Ahlten. In den vergangenen Tagen haben die Mitarbeiter der Abrissfirma Bähre um Manuel Hermida-Lorenzo die zum Teil noch aus dem Jahre 1910 stammenden Hofgebäude entkernt. Seit Dienstagvormittag hüllt Baggerfahrer Lucky das weiträumige Areal in Staubwolken. Ein Griff mit dem Bagger, und schon fällt krachend der Giebel eines Gebäudeteils ein. Ein weiterer Griff und die angrenzende Mauer stürzt in sich zusammen als sei sie aus Bauklötzen. Spätestens am Mittwochnachmittag steht an der Backhausstraße 4 kein Stein mehr auf dem anderen. 

"Die alten Gebäude waren aufgrund ihrer Substanz nur noch zu einem Viertel zu nutzen", sagt Eigentümer Arnd Fritzemeier. Für den geplanten Neubau seien sie auf keinen Fall mehr verwendbar gewesen. Drei jeweils zweieinhalbstöckige Wohngebäude, nach dem Vorbild des früheren Hofgebäudes in U-Form angelegt, sieht die Planung des Architekten vor - in traditioneller Optik mit Klinkern. "Auch den alten Baumbestand wollen wir erhalten und in die Außenanlagen mit einbeziehen", sagt der Bauherr.

Mehr als 30 barrierefreie und rollstuhlgerechte Mietwohnungen sollen  entstehen, dazu ein Atrium. "Das Gros der Wohnungen hat 65 bis 67 Quadratmeter", sagt Fritzemeier. Doch auch einige kleinere mit gut 50 Quadratmetern soll es geben. Im Obergeschoss sei aber auch die Zusammenlegung zweier Wohneinheiten zu 120 Quadratmetern möglich. "Alle Wohnungen haben entweder Balkon, Dachbalkon, Terrasse oder Loggia", betont Fritzemeier. Auch Einstellplätze für Fahrzeuge wird es geben. Den Baubeginn hat der Investor für April ins Auge gefasst. "Mitte kommenden Jahres soll alles fertig sein", hofft er.

Der Ahltener Ortsrat hat das Projekt bereits mehrmals auf der Tagesordnung gehabt und unterstütze es ausdrücklich, sagt Ortsbürgermeisterin Heike Koehler (CDU). Denn im Ort gibt es zwar bereits ein Altenheim, aber keine Neubauten mit seniorengerechten Wohnungen. Entsprechend groß sei das Interesse an seinem projekt, bestätigt Fritzemeier. Es seien aber nicht nur Senioren, die mit den neuen Wohnungen an der Backhausstraße liebäugelten.

Noch habe man keine Mietverträge gemacht, sagt Fritzemeier. Reservierungen werde er aber bald vorzunehmen. "Die Selbständigkeit im Alter zu fördern ist ein großes und wichtiges Thema", sagt er aus eigener Erfahrung. Angeregt hatte das Bauprojekt nämlich Fritzemeiers betagte Mutter. Sie war die letzte Bewohnerin des nun verschwindenden Hofes und hatte sich selbst eine solche barrierefreie Wohnung gewünscht. Weil sie in Ahlten nicht fündig wurde, war sie schließlich nach Sehnde gezogen.

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Von Sandra Köhler

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