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Kinder lernen Besen binden

Lehrte Kinder lernen Besen binden

Kinder durften bei einer Aktion am Eisenzeithaus Grafhorn jetzt eine uralte Handwerkstechnik kennenlernen. Handwerker Leo Beigel zeigte ihnen die Tricks beim Besen binden.

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Kinder durften beim Besen binden zuschauen.

Quelle: Susanne Hanke

Grafhorn. Der Besen sei ein Kulturobjekt, erläuterte Leo Beigel, der das Handwerk der Besenbinderei seit zehn Jahren ausübt und jetzt im Eisenzeithaus in Grafhorn diese Kunst zeigte. Denn der Besen wurde von den Menschen erfunden, als sie von den Jägern und Sammlern zum sesshaften Leben in Häusern übergingen, und die mussten natürlich auch sauber gehalten werden, erläuterte Beigel den Kindern.

Am besten eigneten sich Birkenzweige die zwei- oder drei Jahre alt sind, so der Fachmann. Um die achtzig Zweige werden für einen Besen zurecht geschnitten und dann wie eine Art Blumenstrauß gebunden. Der Kraftakt besteht aber dann im Zusammenpressen. Dafür hatte sich der findige Tüftler allerdings ein Gerät aus Fundstücken gebaut. Mit der angebrachten Fahrradkurbel wird dann so lange festgedreht, bis der Besen zusammengebunden ist. „Ein Zacken geht noch“, wies Beigel seine Naturfreundehaus-Mitarbeiterin Karen an, die sich mächtig ins Zeug legte, dann aber doch die Kurbel für den letzten Kraftakt übergeben musste.

Die Lebensdauer eines Besens betrage ein Jahr, so Beigel der die Vorzüge des Reisigbesens zu schätzen weiß. Er sei ideal zum Schnee fegen oder für die Blätter im Herbst, nehme Staub auf und hinterlasse eine glatte Oberfläche auf Böden. Früher habe der Besen drei Leben gehabt, erst sei er im Haus zum Einsatz gekommen, dann für den Hof und schließlich im Stall, wenn er richtig hart geworden war. Im Winter wurde er dann später auch als Fackel genutzt.

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Dass die Reisigbesen von Leo Beigel auch funktionstüchtig sind, zeigte Naturfreundehaus-Mitarbeiterin Karen im historischen Kostüm vor dem Eisenzeithaus in Grafhorn.

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Quelle: Susanne Hanke

Von susanne Hanke

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