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Ausbau von Bahnstrecken wird erst nächstes Jahr konkret

Lehrte Ausbau von Bahnstrecken wird erst nächstes Jahr konkret

Die Diskussion um den Ausbau bestehender Bahnstrecken etwa auf der Strecke Celle-Lehrte, der Alpha-E-Trasse, wird frühestens Ende nächsten Jahres konkreter. Dann sollen Runde Tische gebildet werden, um bei der Umsetzung mehr als das gesetzliche Mindestmaß herauszuholen.

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Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Kirsten Lühmann (von rechts) und der örtliche Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch im Gespräch mit dem Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte/Sehnde. Darüber haben der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (SPD) und Kirsten Lühmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, am Dienstag in Lehrte Bürgermeister und Bürgerinitiativen unterrichtet. "Wichtig ist jetzt, dass man auf Augenhöhe diskutiert", sagte Miersch.

Die Alpha-E-Trasse ersetzt die jahrzehntelang diskutierte Y-Trasse, die einen Neubau von Strecken vorsah, aber am politischen und gesellschaftlichen Widerstand gescheitert war. Im Dialogforum Schiene Nord gab es dann eine Einigung der Kommunen und Bürgerinitiativen mit der Bahn - unter der Voraussetzung, dass zehn Bedingungen erfüllt werden, die zum Teil auch über die Gesetzeslage hinausgehen. "Sonst fehlt die Akzeptanz", meint Miersch. Im Vorfeld habe es deshalb viel Verunsicherung gegeben. Nun müsse die Bahn Vorschläge machen, was für sie "on top" denkbar sei. Dazu gehören etwa besserer Lärmschutz, keine Überlastung der Bahnstrecken, keine Zerschneidung der Landschaft und vor allem die Kostenübernahme, wenn die Bahn Kreis- oder Gemeindestraßen quert.

Dieses Thema ist etwa in Lehrte bedeutsam: In Aligse gibt es eine Bahnschranke, und nach der derzeitigen Gesetzeslage müsste die Stadt ein Drittel der Kosten für eine Über- oder Unterführung übernehmen. "Aber wenn der Runde Tisch sich einigt, würde das Land Niedersachsen die Kosten übernehmen", kündigte Miersch an. Das habe Wirtschaftsminister Olaf Lies zugesagt. Dass die zehn Bedingungen eingehalten werden, darauf pocht Lehrtes Bürgermeister Sidortschuk: "Das muss auch nach der Wahl gelten, nur deshalb hat der Rat zugestimmt."

Sehndes Bürgermeister Lehrke findet es positiv, dass die Bahn bei den Runden Tischen auch freiwillige Leistungen in Betracht ziehen soll. Sehnde ist zwar nicht direkt vom Ausbau betroffen, würde aber wohl unter mehr Zugverkehr leiden. Man dürfe den Bogen aber nicht überspannen: "Die Abwägung muss realistisch und wirtschaftlich sein." Die Kosten für die von den Kommunen und Bürgerinitiativen geforderten Mehrleistungen sollen nun "mit Augenmaß" ermittelt werden, sagte Lühmann.

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Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Kirsten Lühmann (von rechts) und der örtliche Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch im Gespräch mit dem Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.

Quelle: Oliver Kühn

Von Oliver Kühn

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