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Am Teich quaken die Frösche

Lehrte Am Teich quaken die Frösche

Hinter schlichten Häuserfassaden und hohen Hecken verbirgt sich so manches grüne Paradies. Wir stellen die kleinen Oasen in loser Folge vor. Heute: Der Schrebergarten von Sieglinde Sternkiker in der Kleingartenkolonie Im Wiesengrund.

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In ihrem Schrebergarten hat sich Sieglinde Sternkiker ein kleines Paradies geschaffen.

Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. Ohne Garten wäre Sieglinde Sternkiker nur ein halber Mensch: „Ich bin damit aufgewachsen“, sagt die Ahltenerin. „Meine Eltern hatten einen Garten in der ehemaligen Kolonie am Eisenbahnlängsweg. Doch den mussten sie wegen geplanter Bauvorhaben aufgeben.“

Also suchte sie für sich und ihre Familie schleunigst Ersatz und wurde in der Kolonie hinter dem Supermarkt am Südring fündig. Seit mittlerweile 19 Jahren bewirtschaftet sie ihre Parzelle und ist dort nahezu täglich anzutreffen. „Solange das Wetter es zulässt, fahre ich mit dem Rad. Wenn ich schwere Sachen transportieren muss, helfen mir meine Kinder mit dem Auto.“

Das kleine Stück Land hat sie zu ihrem persönlichen Paradies gemacht. Das optische Herzstück ist der idyllisch gelegene Teich, der mit seinen prächtigen Seerosen auch für die Bilder des Impressionisten Claude Monet hätte Modell stehen können. „Ich habe hier 15 Frösche. Jedes Mal, wenn ich herkomme, gucke ich nach und zähle, ob auch alle da sind“, sagt Sternkiker, die um ihre tierischen Untermieter besorgt ist. In einem Holzhaufen in einer Ecke des Gartens hat sie sogar zwei Molche entdeckt. „Die dürfen da natürlich bleiben.“ Schmetterlingsflieder und Goldrute sind ein Paradies für Insekten, die Sternkiker in ruhigen Momenten gern beobachtet: „Das ist einfach schön.“

Doch auch das Werkeln in der Natur ist für Sternkiker ein wahres Lebenselixier. Zumal sich die Mühe dann im Kochtopf auszahlt: „Bei mir ist alles Bio, hier wird nichts gespritzt.“ In Hochbeeten, die mit selbst hergestelltem Kompost gedüngt werden, wachsen prächtige Weißkohlköpfe heran. „Daraus mache ich dann Sauerkraut“, freut sich Sternkiker schon auf den Herbst. Doch bis dahin muss sie nicht darben: Selbst gezogene gelbe und schwarze Tomaten, Bohnen, Gurken, Paprika, Kartoffeln, Pfirsiche und Weintrauben sorgen bis dahin für reichlich Vitamine und Abwechselung auf dem Teller.

Auch im Winter lässt ihr das Kleinod keine Ruhe: „Da mache ich mir schon mal einen Plan, was ich im nächsten Jahr verändern will.“

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