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Redner fordern Frieden und Toleranz

Lehrte Redner fordern Frieden und Toleranz

Gedenkreden, Gottesdiensten und Kranzniederlegungen: Am Volkstrauertag haben die Menschen in vielen Ortschaften Lehrtes und Sehndes der Kriegstoten sowie der Opfer von Gewalt und Terror gedacht. Zentrale Feierstunden fanden in Lehrte und Sehnde statt.

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Nach der Gedenkfeier in der Kapelle auf dem Sehnder Friedhof wird der Kranz zum Ehrenmal getragen.

Quelle: Katja Egger

Lehrte/Sehnde. Zum ökumenischen Gottesdienst in der Lehrter Matthäuskirche kamen rund 120 Besucher. Gisela Fähndrich vom Antikriegshaus Sievershausen betonte in ihrer Gedenkrede, dass der Volkstrauertag nicht nur Anlass sei, der Toten zu gedenken und sich mit Erinnerungen an den Krieg zu beschäftigen. "Gleichzeitig ist es ein Aufruf an uns alle, aus dem Gedenken auch Konsequenzen zu ziehen und den Weg zum gerechten Frieden einzuschlagen", sagte Fähndrich.

Das Gedenken trage den Auftrag zum Umdenken in sich. "Denn noch immer fällt uns bei Krisen viel zu schnell das Eingreifen mit militärischen Mitteln ein", erklärte Fähndrich. Deutschland gehöre weltweit zu den größten Waffeexporteuren. Noch immer gingen deutsche Waffen an Staaten außerhalb der Nato, die in Bürgerkriege verwickelt seien, erklärte Fähndrich.

In der Friedhofskapelle in Sehnde erinnerten am Nachmittag die Schülersprecherinnen Nele Fricke und Karina Malarowski von der Kooperativen Gesamtschule Sehnde (KGS) daran, dass ein Leben in Frieden und Freiheit heute nicht überall eine Selbstverständlichkeit ist. "In Ländern wie Afghanistan werden die Menschenrechte missachtet", sagte Fricke.

KGS-Schulleiter Carsten Milde spannte in seiner Gedenkrede den Bogen zur aktuellen Flüchtlingssituation. Sowohl nach dem zweiten Weltkrieg als auch heute würden die Menschen auf ihrer Flucht Schutz und menschenwürdige Lebensperspektiven suchen. Dabei würden ihnen derzeit noch allzu oft Hass, Aggressionen, Anfeindungen und Intoleranz entgegen schlagen. "Und an die Spitze von Ausgrenzung und Hetze hat sich derzeit Amerikas neuer Präsident Donald Trump gesetzt", erklärte Milde.

Der Schulleiter schürte aber auch Hoffnung. In Deutschland sei die große Mehrheit der Menschen nach wie vor weltoffen und bereit zu gegenseitigen Anstrengungen der Integration. Das spiegele sich auch an der KGS wieder. "Dort gehört es zu unserem Selbstverständnis , auf all die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung gespannt zu sein und das Verschiedensein als Gewinn und Bereicherung zu sehen", sagte Milde.

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Von Katja Eggers

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