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Vergewaltiger kommt mit Bewährung davon

Lehrte Vergewaltiger kommt mit Bewährung davon

Zwei Brüder aus Lehrte haben mit zwei minderjährigen Mädchen ein ausgesprochen mieses Spiel getrieben. Einer von ihnen, ein 21-Jähriger, ist jetzt wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

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Das Amtsgericht Lehrte spricht einen 21-Jährigen der Vergewaltigung schuldig.dpa/Symbolbild

Quelle: Dpa

Lehrte. Die zwei Brüder hatten die Sache rücksichtslos eingefädelt und dabei offenbar auch eine gewisse Zuneigung der 13 und 14 Jahre alten Mädchen zu ihnen ausgenutzt. Zunächst hatte der 21-Jährige die ältere der beiden Schülerinnen auf das Gelände der Albert-Schweitzer-Schule gelockt und dort bei einem Treffen in einer Hütte zum Sex gezwungen. Den Kontakt zu dem Mädchen hatte zuvor der 16-jährige Bruder hergestellt.

Im Fall der 13-Jährigen gingen die Brüder noch skrupelloser vor und trieben quasi einen Handel mit ihr. Während der Verhandlung am Amtsgericht wurde deutlich, dass der 16-Jährige offenbar wegen des Ankaufs einer Spielkonsole noch 30 Euro Schulden bei seinem älteren Bruder hatte. Dieser wiederum hatte gesagt, er erlasse die Schulden, wenn ihm der jüngere Bruder ein Mädchen besorge.

Der 16-Jährige bot seine 13-jährige Freundin an, doch diese sperrte sich zunächst gegen Oralsex. Erst als das Mädchen via Internet-Netzwerk von möglicher Prügel für ihren Freund las, falls sie nicht mitspiele, willigte sie ein. Als es jedoch zu einem weiteren Treffen auf dem Schulhof kommen sollte, vertraute sich die Förderschülerin Sozialarbeitern an. Die zwei Brüder hätten perfide mit den Gefühlen der Mädchen gespielt, sagte ein Verteidiger der Opfer vor Gericht.

Der 21-jährige Vergewaltiger wurde nach Jugendstrafrecht abgeurteilt und erhielt ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung. Sein jüngerer Bruder wurde der Förderung sexueller Handlungen einer Minderjährigen schuldig gesprochen. Er muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und sich für drei Monate in eine Gesprächstherapie begeben.

Von Achim Gückel

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