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Angler ärgern sich über Müll

Lehrte Angler ärgern sich über Müll

Die Angler sind es leid: Immer wieder müssen sie am Blauen See nordwestlich von Lehrte den Müll aufsammeln, den Ausflügler dort liegen lassen. Nun denken die Angelsportler darüber nach, das Gelände am See komplett zu erwerben.

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Der Blaue See soll nicht noch mehr zur Müllkippe werden: Jörg Bühring würde das Gelände mit dem Sportangler-Verein gern komplett erwerben und es dann eventuell absperren.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Schlimm sieht es bei schönem Wetter laut Jörg Bühring, dem Vorsitzenden des Sportangler-Vereins Hannover und Umgebung, vor allem an dem Weg zwischen Blauem See und benachbartem Müllersee aus. „Da lassen die Leute jede Menge Verpackungsabfälle liegen und mitunter sogar die Grills stehen“, sagt Bühring. Auch Autoreifen und alte Fässer haben die Mitglieder an dem idyllisch gelegenen Gewässer bereits entdeckt.

Drei Viertel des etwa 96 700 Quadratmeter großen Sees gehören dem Verein schon. Das andere Viertel sowie sämtliche Wege sind hingegen im Besitz der Stadt. Um dem Müll Herr zu werden, würden die Sportangler das Gelände am liebsten komplett erwerben und den besagten Weg für die Öffentlichkeit sperren oder das Befahren zumindest einschränken.

Doch diese Idee kommt im Rathaus nicht gut an. „Eine Veräußerung des Weges kommt nicht in Frage, über die Seefläche könnte verhandelt werden“, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Die Stadt will den Weg nicht an die Angler abtreten, weil er im Naherholungsgebiet liegt. „Die Menschen dürfen dort gern spazieren gehen und auch am Ufer picknicken“, betont Nolting. Der Weg dürfe auch nicht durch eine Schranke versperrt werden: „Fahrzeuge müssen dort hineinfahren können, um zu den angrenzenden Forstflächen zu gelangen, etwa um dort Bäume zu schneiden.“

Für den Müll in freier Landschaft ist laut Nolting im Allgemeinen der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha zuständig. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs führen den Blauen See aber regelmäßig an und sammelten dort auch Müll ein. Hinweise auf größere Mengen Abfall werde die Stadt jederzeit entgegennehmen, sagt Nolting.

Für die Angler ist das aber nur ein schwacher Trost. „Das Müllproblem haben wir schon seit Jahren“, sagt Bühring. Der Verein hat in der Vergangenheit auch schon Betreten-verboten-Schilder aufgestellt, aber die sind laut Bühring immer wieder aus dem Boden gerissen und ins Wasser geworfen worden. Andere Schilder weisen darauf hin, dass Schwimmen, Wassersport und Camping in dem Landschaftsschutzgebiet verboten ist. Mit Badenden haben sich die Angler aber mittlerweile arrangiert. „Solange die keinen Müll hinterlassen, stören sie uns nicht weiter“, sagt Bühring.

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