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Anwohner zahlen 400.000 Euro

Hämelerwald Anwohner zahlen 400.000 Euro

Der Ausbau der Dianastraße sowie der Straße Am Hühnerbruch in Hämelerwald hat begonnen. Beide werden für insgesamt mehr als eine halbe Million Euro grundsaniert. Die Anwohner müssen 75 Prozent der Kosten tragen. Zwei Anwohner wollen nun klagen, da nach unterschiedlichen Maßstäben zur Kasse gebeten wird.

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In der Stichstraße Am Hühnerbruch haben die Ausbauarbeiten jetzt begonnen. Zunächst
wird eine Verbindung zur Hildesheimer Straße hergestellt.

Quelle: Böger

Hämelerwald. Angerückt ist zunächst ein relativ kleiner Bagger im Querriegel des Hühnerbruchs. Große Fahrzeuge können dort nicht eingesetzt werden. Deshalb wird der Bodenaushub zunächst zur Dianastraße befördert und dort zwischengelagert, bis große Lastwagen ihn endgültig abtransportieren. Damit die Anwohner weiterhin ihre Grundstücke erreichen können, wird nach Angaben von Ortsbürgermeister Dirk Werner vorübergehend eine Verbindung vom Hühnerbruch zur Hildesheimer Straße geschaffen.

Im Hühnerbruch wird es nur eine einheitliche Fläche von sechs beziehungsweise drei Metern Breite geben, die gemeinsam von Autos, Radfahrern und Fußgängern genutzt wird. Die Dianastraße bekommt dagegen eine fünf Meter breite Fahrbahn sowie auf beiden Seiten einen Gehweg. Dessen Breite schwankt zwischen 3,50 Metern und 1,75 Metern dort, wo Parkbuchten angelegt werden. Bei einer Versammlung hatten sich mehrere Anwohner gegen die vorgesehenen Grünanlagen ausgesprochen. Es gibt sie nun nur in abgespeckter Form, und auf Bäume wird völlig verzichtet. In den angrenzenden Gärten stünden bereits zahlreiche Bäume, heißt es zur Begründung.

Zwei Anwohner wollen gegen Gebühren klagen

Zumindest zwei Anwohner der Dianastraße wollen vor Gericht ziehen, wenn sie die Gebührenbescheide für den Ausbau bekommen. „Es ist klar, dass wir bezahlen müssen“, sagt Klaus Kaune. „Aber es sollten alle gleich behandelt werden.“

Tatsächlich werden die Anrainer jedoch nach unterschiedlichen Maßstäben zur Kasse gebeten: Auf der Südseite gilt für alle Grundstücke ein Bewertungsfaktor von 1,25, auf der Nordseite dagegen für manche nur von 1,0. Für eins seiner drei Häuser sieht Kaune das ein, weil es über zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss verfügt. Doch die beiden anderen sind eine Etage niedriger.

Das spiele aber keine Rolle, erklärt dazu Ortsbürgermeister Dirk Werner. Denn auf der Südseite gelte ein Bebauungsplan, nach dem zwei Vollgeschosse erlaubt seien. Auf der Nordseite gebe es dagegen keinen Bebauungsplan, sodass dort nach tatsächlich vorhandener Bebauung abgerechnet werde.

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