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Ein Plakat als Denkanstoß für das Dorf

Lehrte Ein Plakat als Denkanstoß für das Dorf

Ein ungewöhnlicher Denkanstoß fordert seit einigen Tagen die Immenser zur Auseinandersetzung mit der geplanten Bebauung am östlichen Ende des Dorfes auf: "Ortsrand" steht schlicht auf einem großen Plakat, das den noch auf dem Grundstück stehenden Hof zeigt.

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Denkanstoß: Mit diesem Plakat werden die Immenser zur Auseinandersetzung mit der geplanten Bebauung aufgefordert.

Quelle: Böger

Immensen. Auf der rund 1,8 Hektar großen Fläche nördlich der Arpker Straße möchte das Lehrter Unternehmen Helma das Hofensemble durch eine Reihe von Wohngebäuden ersetzen. Insgesamt sind neben einem zweieinhalbgeschossigen Mehrfamilienhaus mit fünf Mietwohnungen auch zehn Reihen- und 22 Einfamilienhäuser geplant. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Lehrtes ist das Gelände für Wohnungsbau vorgesehen. Die Stadt hat der Firma ausnahmsweise die Bauleitplanung übertragen, obwohl sie sich bei Flächen von mehr als einem Hektar eigentlich eine Entwicklung als kommunales Bauland vorbehält. Als Begründung wurde der hohe Bedarf an Wohnungen genannt, der kurzfristig gedeckt werden müsse.

Das Konzept - Abriss der Hofstelle und verschiedene Neubauten - noch einmal grundsätzlich zu überdenken, dazu möchte der Initiator der ungewöhnlichen Plakataktion aufrufen. Eigentlich wollte er seine Identität nicht preisgeben, aber auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte der Arpker Architekt Kay Marlow, dass er die Werbefläche an der Lehrter Straße gemietet hat.

"Das Dorf sollte darüber nachdenken, was ein Ortsrand ist - und wie schön er in diesem Fall ist", sagt Marlow. "Was für ein Verlust wäre es, wenn der wegkommt", warnt er davor, "so leichtsinnig mit Strukturen umzugehen". Nach seiner Ansicht müsste es möglich sein, die vorhandenen Gebäude zu erhalten und umzunutzen - etwa als Wohnraum. Schließlich seien die langen Höfe charakteristisch für Immensen, sogar eine Straße ist nach ihnen benannt.

Ob der Aufruf Erfolg haben wird, scheint zweifelhaft: Der Grundsatzbeschluss zur Übertragung der Planung und Entwicklung an Helma ist gefasst. Allerdings stehen der Grundstückskauf und der konkrete Bebauungsplan noch aus. "Darauf werden wir noch Einfluss nehmen", kündigt Ortsbürgermeister Frank Kothe (CDU) an, der die Helma-Pläne aber grundsätzlich ebenso gutheißt wie die politischen Gremien der Stadt.

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