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Arpke beschwört die Integration

Arpke Arpke beschwört die Integration

Großes Interesse am Infoabend: Knapp 120 Besucher sind am Montag zu einer Veranstaltung des Arbeitskreises Kultur und Bildung Arpke mit dem Titel „Forum zur Flüchtlingsarbeit“ erschienen.

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Wegen des großen Interesses ist die Infoveranstaltung vom Backhaus in die benachbarte Kreuzkirche umgezogen.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Wegen des Andrangs fand dieser nicht wie geplant im Backhaus an der Ahrbeke statt. Pastorin Anna Walpuski öffnete kurzerhand die Kreuzkirche.

Anlass für das Treffen war die Zuweisung von sudanesischen Flüchtlingen nach Arpke, die seit Kurzem in einer früheren Hausmeisterwohnung über dem Kindergarten an der Grundschule leben. Ein wenig für Aufregung im Vorfeld hatte die E-Mail einer Mutter gesorgt, die ihre Besorgnis über die Flüchtlinge aussprach und vor den Männern aus der fremden Kultur warnte. „Das hatte sie gar nicht so gemeint, wie es aufgefasst wurde“, erklärte Ortsbürgermeister Klaus Schulz vor der Veranstaltung.

Und so verlief der Abend weitgehend harmonisch. Nur der Ortsrat musste sich Kritik anhören. Bei einer Sitzung im September habe dieser gesagt, es kämen keine Flüchtlinge in den Ort, obwohl dem Gremium da bereits das Gegenteil bekannt gewesen sei, meinte eine Besucherin. Diesen Vorwurf bestritt Schulz vehement: „Wir haben es damals nicht gewusst.“

Ein weiterer Besucher nahm diesen Streit zum Anlass, seine Erwartungen an das Treffen zu äußern: „Wir müssen hier dafür sorgen, dass die Menschen gut aufgenommen werden und leben können“, sagte er, womit er den stärksten Applaus des Abends bekam. Unter der Moderation von Walpuski und ihrem Kollegen Jochen Roth sammelten die Anwesenden Ideen, mit denen den Flüchtlingen geholfen werden kann. Dabei ging es von Praktika bis hin zur Bereitstellung von Freizeitangeboten.

Auf die Frage, ob es weitere Zuweisungen von Flüchtlingen in Arpke geben wird, sagte Katharina Kühnle von der Stadt, dass es im Moment keine weiteren Pläne gebe. Allerdings gab Ines Schwierzke, Vorsitzende des Kirchenvorstands der Kreuzkirche, bekannt, dass die Gemeinde gerade mit der Stadt verhandele, um Flüchtlingen Räumlichkeiten im Gemeindehaus zur Verfügung zu stellen.

Michael Schütz

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