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Asylbetrüger war auch in Lehrte gemeldet

Lehrte Asylbetrüger war auch in Lehrte gemeldet

Der jetzt vom Amtsgericht Hannover wegen Sozialbetrugs verurteilte Asylbewerber aus dem Sudan hatte einen seiner vielen Wohnsitze auch in der Sammelunterkunft an der Manskestraße in Lehrte. Das hat Stadtsprecher Fabian Nolting jetzt bestätigt.

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Die Containeranlage für 40 Flüchtlinge an der Manskestraße. Auch hier war der Asylbetrüger gemeldet.

Quelle: kühn

Lehrte. Die Landesaufnahmebehörde in Braunschweig habe den Mann im Oktober 2015 Lehrte zugewiesen. Im Oktober 2016 habe man die Zahlungen von Leistungen an ihn eingestellt, sagt Nolting. Der Sudanese sei im Herbst 2016 endgültig aus Lehrte verschwunden gewesen.

Das Gericht hatte den Asylbewerber zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte unter neun Namen und unter Angabe falscher Geburtsdaten mehr als zehn Wohnheime in sieben niedersächsischen Landkreisen als Wohnsitz angegeben – und überall Sozialleistungen kassiert. Von den gut 40 000 Euro, die er als Flüchtling ausgezahlt bekam, schickte er 1200 Euro an seine Mutter, den Rest gab er für seinen Lebensunterhalt sowie in Spielhallen und Bordellen aus. Richter Guido Janke sprach von einem „systematischen Betrug am Staat“ und einer „schamlosen Schädigung aller Bürger und der in Deutschland lebenden Flüchtlinge“.

Für seine Betrugsmasche reiste der Sudanese offenbar zwischen vielen Wohnheimen in Niedersachsen hin und her. Laut Stadtsprecher Nolting habe man im Wohnheim an der Manskestraße sehr bald bemerkt, dass der Mann immer häufiger abwesend war. Als er im Oktober 2016 ganz verschwunden war, seien die Leistungszahlungen eingestellt worden.

Einen Überblick darüber, ob der Mann auch an anderer Stelle in Niedersachsen gemeldet war, habe sich die Stadt nicht verschaffen können. Dazu gebe es eine Sonderkommission, sagt Nolting. Diese habe sich im Dezember in Lehrte gemeldet – als der Sudanese in Lehrte schon längst für verschwunden erklärt worden war.

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