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Aue-Brücke wird viel teurer als gedacht

Lehrte Aue-Brücke wird viel teurer als gedacht

Die neue Brücke über die Aue an der Mielestraße wird deutlich teurer als bisher gedacht. Die Region Hannover kalkuliert jetzt mit einer Million Euro. Grund dafür sind problematische Bodenverhältnisse. Bis vor Kurzem hatte man noch mit 650.000 Euro für den Ersatz der maroden Brücke kalkuliert.

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Mehrere Straßenbäume sind bereits weg, einige Baken deuten schon auf den baldigen Baustart hin: Die alte Brücke über die Aue an der Mielestraße wird ab März ersetzt.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Untersuchungen haben nun ergeben, dass die sogenannte Tiefgründung des neuen Bauwerks kompliziert werden wird. Das bedeutet, dass die Fundamente im Bereich der Aue deutlich tiefer ins Erdreich gesetzt werden müssen als zunächst gedacht. Auch die zusätzliche Straßensanierung schlägt mit zusätzlichen Kosten zu Buche.

Die Stadt Lehrte ist von der Kostensteigerung nicht betroffen. Weil es sich bei der Mielestraße im Bereich der Brücke um eine Kreisstraße handelt, muss allein die Region Hannover in die Tasche greifen. Diese wird aber auf einen satten Zuschuss aus einem Topf des Landes Niedersachsen setzen können. 60 Prozent der Kosten sind voraussichtlich über das sogenannte Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gesichert.

Ursprünglich hatte die Region den Bau der neuen Brücke mit rund 450.000 Euro veranschlagt. Das war im Jahr 2013. Damals hatten Fachleute festgestellt, dass die im Jahr 1957 errichtete Überführung marode ist. Der zunehmende Schwerlastverkehr der Betriebe am östlichen Lehrter Stadtrand hatte dem Bauwerk zugesetzt. Die Standsicherheit der Brücke ist offiziell nur bis Ende 2016 garantiert.

Der für März vorgesehene Baustart an der Mielestraße ist nach Angaben eines Regionssprechers nicht gefährdet. Dann entsteht zunächst eine Behelfsbrücke über die Aue, damit der Verkehr auf dieser wichtigen Zufahrt zur Stadt nicht zum Erliegen kommt. Ursprünglich hatten die Planungen keine Behelfsbrücke, sondern eine Vollsperrung der Mielestraße vorgesehen. Doch das hätte nach Ansicht der Planer erhebliche Verkehrsprobleme zur Folge gehabt. Allein die Behelfsbrücke schlägt nun mit Kosten von rund 100.000 Euro zu Buche.

An neuer Brücke gilt Tempo 50

Wenn die neue Brücke über die Aue fertig ist, soll in ihrem Bereich nach dem Willen der Region eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung gelten – und zwar Tempo 50. Grund dafür sind die direkt neben der Brücke befindlichen Ausfahrten von Nebenwegen und die Absicht, keine zusätzlichen Schutzplanken zwischen Straße sowie Geh- und Radweg zu errichten. Die Stadt Lehrte hat dieses Vorhaben bereits vor Monaten kritisiert. Sie argumentiert, dass derzeit auf der gesamten Miele-straße zwischen Autobahn und Lehrter Ortsschild Tempo 70 gilt. Künftig würde es auf dieser Strecke einen kurzen Abschnitt mit Tempo 50 geben. Dieses Auf und Ab der Geschwindigkeitsbegrenzungen werde kaum ein Autofahrer mitmachen, meint die Stadt. Das Tempolimit an der Brücke sei also eher gefährlich als nützlich. Lehrtes Baupolitiker hatten zwischenzeitlich sogar darüber nachgedacht, mit der Region in einen Rechtsstreit um dieses Detail zu ziehen. Die Verwaltung räumte diesem Ansinnen aber keine Erfolgschancen ein.

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