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Ausgebrannte Sporthalle wird abgerissen

Lehrte Ausgebrannte Sporthalle wird abgerissen

In den Osterferien rückt das Abrisskommando an: Die Überreste der in der Nacht zum 21. Januar ausgebrannten kleinen Sporthalle im Schulzentrum Lehrte Süd werden in den nächsten Wochen beseitigt. Die Suche nach einem möglichen Brandstifter hat die Polizei indes noch nicht zu den Akten gelegt.

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Die Überreste der ausgebrannten kleinen Sporthalle im Schulzentrum Süd werden demnächst beseitigt.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. "Am 10. April geht es mit dem Abriss los", sagt Fabian Nolting, Sprecher der Lehrter Stadtverwaltung. Zwei bis drei Wochen werde das beauftragte Unternehmen brauchen, um die Brandruine inklusive darunter liegendem Kriechkeller vollständig zu beseitigen. Man habe die Arbeiten vorsorglich in die Osterferien gelegt, betont Nolting. Denn wenn die Abrissfirma mit schwerem Gerät arbeite, werde es laut und schmutzig. Da sei es besser, wenn in den nur wenige Meter entfernten Klassenräumen niemand lernen müsse. Die schulfreie Zeit beginnt am kommenden Wochenende und dauert dann zwei Wochen.

In der Nacht zum Sonnabend ist es in Lehrte zu einem Großbrand in einer Sporthalle gekommen. Das Feuer breitete sich so schnell aus, dass die Feuerwehr die Halle nicht mehr retten konnte. Auch am Morgen war sie noch mit einem Großaufgebot vor Ort, um das Gebäude nun kontrolliert abbrennen zu lassen.

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Die Stadt hofft, das spätestens Ende April die letzten Überreste der kleinen Sporthalle verschwunden sind. Wann und wo ein Neubau entstehen wird, steht indes noch in den Sternen. Das sei ein Gegenstand der Diskussion in der nun anstehenden Schulentwicklungsplanung, heißt es. Nach dem verheerenden Feuer hatten die Schulen, die die Halle nutzten, ihren Sportunterricht neu organisieren müssen. Auch Vereinssportler mussten ausweichen und anderswo zusammenrücken.

Die Vorarbeiten für den Abriss der Brandruine sind bereits in den vergangenen Wochen erledigt worden. Fachleute hatten eine neue Rohrleitung zwischen dem Heizkessel auf der Südseite der Halle und dem Realschultrakt auf der Nordseite legen müssen. Die alten Rohre laufen im Kriechkeller der Sportstätte entlang, beim Abriss müssen auch sie herausgerissen werden.

Dass der Abriss zweieinhalb Monate auf sich warten ließ, hat nach Angaben der Stadt einen guten Grund. Zunächst hatten sich Chemie-Sachverständige die Überreste anschauen müssen. Teile davon müssen nun als Sondermüll entsorgt werden. Auch das Ausschreibungsverfahren für die Abrissarbeiten dauerte mehrere Wochen.

Der Schaden an der Sporthalle ist komplett von der Versicherung gedeckt, betont Nolting. Die Polizei hatte ihn auf etwa 2,5 Millionen Euro geschätzt. Schon wenige Tage nach dem Brand hatten die Ermittler bekanntgegeben, dass die Ursache für das Großfeuer wegen des hohen Zerstörungsgrades nicht mehr zu ermitteln sei. Für den anfangs mehrfach geäußerten Verdacht, es könne sich um Brandstiftung handeln, fanden sich bislang keine konkreten Hinweise. Trotzdem dauerten die Ermittlungen noch an, betonte ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover am Dienstag.

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