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Feminismus-Ausstellung jenseits der Klischees

Lehrte Feminismus-Ausstellung jenseits der Klischees

Wer braucht Feminismus? Nach Ansicht der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Freya Markowis eigentlich alle. Sie hat die gleichnamige Ausstellung ins Bürgerbüro geholt. Dort kommen Menschen mit ihren Meinungen zu Wort - auch Rathausmitarbeiter und Ratsmitglieder.

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Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Freya Markowis hat die Ausstellung zum Thema Feminismus ins Bürgerbüro geholt.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. "Viele meinen, was erreicht wurde, sei selbstverständlich", sagt Markowis. Aber Feminismus bedeute nach wie vor Eintreten für Geschlechtergerechtigkeit. Noch immer verdienten Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer, leisteten zwei Drittel der Hausarbeit und seien am meisten von häuslicher Gewalt betroffen.

Feminismus habe aber nichts mit Klischees wie BH-Verbrennungen oder Männerhass zu tun. "Wir wollen dazu anregen, Rollenbilder zu überdenken." Dazu wurden Blätter verteilt, auf denen jeder seine Meinung schreiben konnte. So wie etwa Bürgermeister Klaus Sidortschuk: "Ich brauche Feminismus, damit die Begegnung auf Augenhöhe und der gegenseitige Respekt für alle zur Selbstverständlichkeit wird!" Die grüne Ratsfrau Beriwan Kelloglu will "Widerstand gegen die Männer-dominierte (Arbeits)Welt leisten". Und Rathausangestellte brauchen Feminismus, "um die Anzahl der Machos zu reduzieren" oder "weil ich nach Sonnenuntergang nicht alleine raus kann, ohne Angst zu haben".

Fühlt sich die Gleichstellungsbeauftragte selbst gleichberechtigt? "Ja", sagt Markowis nach kurzem Zögern. "Aber nicht gleichgestellt." Das werde noch dauern. Laut einer Untersuchung der UNO noch 480 Jahre.

Die Ausstellung im Bürgerbüro, Rathausplatz 1, ist noch bis zum 16. Dezember zu sehen.

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Auch Bürgermeister Klaus Sidortschuk hat aufgeschrieben, warum er Feminismus braucht: ... "damit die Begegnung auf Augenhöhe und der gegenseitige Respekt für ALLE zur Selbstverständlichkeit wird!"

Quelle: privat

Von Oliver Kühn

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