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Gasstation: Avacon und Steinwedel im Dialog

Lehrte Gasstation: Avacon und Steinwedel im Dialog

Endlich funktioniert der Dialog: Beim Bürgerinformationsabend zum Streitthema neue Gasstation zeigte sich die Avacon offen für die Bedenken der Bürger. Die eingereichten Bauanträge hat sie vorerst eingefroren. Eine Errichtung am südlichen Ortsrand ist sowohl technisch als auch finanziell machbar.

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Avacon-Projektleiter Frank Artmann erläutert den Besuchern der Informationsversammlung im Steinwedeler Dorfgemeinschaftsraum Einzelheiten zu den potentiellen Standorten der Gasstation.

Quelle: Sandra Köhler

Steinwedel. "Wir wollen in den Dialog kommen. Reden hilft, das hätten wir wohl schon viel früher machen sollen", sagte Simon Fuchs, Leiter Planung Bau Spezialnetze Avacon bei der Veranstaltung, die am Montagabend trotz Urlaubszeit 50 bis 70 Besucher in den Dorfgemeinschaftsraum an der Ramhorster Straße lockte. An drei sogenannten Dialog-Inseln konnten die sich von Avacon-Fachleuten die einzelnen Standortalternativen, die Technik und die Außengestaltung der geplanten neuen größeren Gasstation erläutern lassen.

Fuchs machte deutlich, dass Avacon an einer einvernehmlichen Lösung gelegen sei. Deshalb habe das Unternehmen auch den bereits gestellten Bauantrag und alle anderen Verfahrensschritte für die Nordseite eingefroren: "Wir können uns die Station gut auch auf der Südseite vorstellen." Aktuell prüfe seine Firma alle Varianten und habe auch schon gute Gespräche geführt. Bis Weihnachten sollen die endgültigen Bauanträge gestellt werden- jedoch nicht, ohne bei allen geplanten Schritten im Vorfeld Kontakt zu Ortsrat und Bürgerinitiative (BI) aufzunehmen. Wer wollte, konnte sich in einen E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen, über den stets die aktuellsten Informationen kommuniziert werden sollen.

Am größten war der Andrang bei Projektleiter Frank Artmann. Er stellte mögliche Standorte für die neue Gasstation vor. Technisch sei die von den Bürgern abgelehnte Variante am sinnvollsten: Dort gibt es genügend Platz, Leitungen müssten nicht durch die Straße geführt werden. Letzteres sei nötig, wenn die Station am von den Steinwedelern favorisierten Ort nahe dem Vorverteiler auf der südlichen Seite errichtet werden sollte. "Aber das ist alles machbar - sowohl technisch als auch finanziell", sagte er. Der Verkehr werde von diesen Bohrarbeiten und Verlegen der Rohrleitungen nicht großartig in Mitleidenschaft gezogen.

Etwa 1,2 Millionen Euro veranschlagt der Strom- und Gasnetzbetreiber für den Bau der neuen Station, die auf einer Grundfläche von etwa 12 mal 10,5 Metern entstehen soll. Die Höhe wird mit 3,50 Meter kalkuliert. Doch davon werden wegen des d tief liegenden Grundes maximal zwei Meter über Straßenniveau hinaus zu sehen sein. "Wenn wir sie südlich bauen, stehen da ja bereits Bäume und Büsche, so dass sie fast nicht mehr auszumachen ist", sagte Avacon-Presseprecherin Michaela Fiedler. Optisch werde sie "wie eine Doppelgarage" anmuten, "In olivgrün, das sich gut in die Landschaft einpasst", sagte Teamleiter Sebastian von Oesen. Auch eine Bemalung seitens professioneller Grafitti-Künstler bietet die Avacon an.

Im Vergleich zur alten Station werde die Neue leiser sein, sagte von Oesen. Denn Technik wie die Filteranlage, die bisher außerhalb des Gebäudes angesiedelt ist, wird integriert.  Dazu kommen besondere Dämmungen im Herzstück, dem Gasdruckregulator, der den Druck von 70 Bar auf 16 Bar vermindert. Außer dem Mess- und Regelraum wird die Station ein Odor enthalten, in dem dem bisher geruchslosen Gas der warnenden Duftstoff zugesetzt wird, einen Elektro- und ein Kesselraum, um das Gas, das sich bei der sogenannten Entspannung abkühlt, anzuwärmen.

 "Mehr als heute Abend hätten wir nicht erreichen könne", lobte Ortsbürgermeister Jens Utermann (SPD) das Bemühen um Transparenz. Auch Udo Rösler, Sprecher der Bürgerinitiative, war zufrieden: "Wir sind auf einem guten Wege. Auch wenn ich nicht verstehe, warum die Gespräche so nicht hätten schon ein halbes Jahr vorher geführt werden können."

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Von Sandra Köhler

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