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Ingrid Marie wird in Ahlten gemostet

Lehrte Ingrid Marie wird in Ahlten gemostet

Zahlreiche Besucher zog es am Sonnabendvormittag in die Raiffeisenstraße in Ahlten. Dort hatte der BUND zum alljährlichen Apfelfest eingeladen, bei dem vor allem der Ertrag der eigenen Bäume gleich nebenan im Mittelpunkt stand. Viel Betrieb gab es auch an der mobilen Moststation.

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Yvonne (links) und Ilka Fritsche lassen ihre Äpfel bei Hans-Joachim Wünsche mosten.

Quelle: Michael Schütz

Ahlten. Dort hatten sich auch Yvonne und Ilka Fritsche angemeldet. Mutter und Tochter hatten 30 Kilogramm Äpfel der Sorte Ingrid Marie mitgebracht, die aus dem eigenen Garten in Hohenhameln stammten. "Den Baum haben die Vorbesitzer des Hauses gepflanzt, und wir sind jetzt die Nutznießer", freute sich Ilka Fritsche. Zwar esse sie den Apfel nicht so gern, verriet sie. "Aber für Saft und Apfelmus ist er ideal." Einen besonderen Grund haben die beiden, warum sie eigens den weiten Weg aus dem Kreis Peine fahren, um die Äpfel mosten zu lassen. "Hier bekommt man den Saft der eigenen Äpfel", sagt Yvonne. In den Großmostereien gebe man die Ernte ab und bekomme dafür Saft aus anderen Lieferungen. Mit ihren 30 Kilo sei die Ausbeute in diesem Jahr recht gering, sagten sie. "Das ergibt gerade einmal 15 Liter."

Damit sind sie aber offensichtlich in bester Gesellschaft, wie von Hans-Joachim Wünsche zu erfahren war. Schuld sei das Wetter im Frühjahr gewesen, sagte der Apfelexperte von der mobilen Mosterei Most-Express aus Hildesheim. "Im April war es warm, sodass die Blüte begonnen hatte." Danach hätten einsetzende Minusgrade viele Blüten erfrieren lassen. Die Ernte sei gerade in Privatgärten entsprechend gering ausgefallen.

Karsten Poschadel dagegen war zufrieden mit der Ausbeute an den 15 Hochstämmen, die an der Raifeissenstraße gedeihen. "Die Bäume waren voll", sagte der Organisator vom BUND Lehrte/Sehnde. Nur den Boskop habe es erwischt. "Die alten Sorten sind aber auch weniger frostanfällig." Mit den Bäumen will Poschadel die Artenvielfalt erhalten. "Das ist Kulturgut seit tausenden von Jahren." Außerdem böten diese Apfelbäume Insekten und Fledermäusen Lebensraum.

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Ingrid von Ohlen-Kossak (rechts) lässt sich von Birgit Patrovsky ein paar alte Apfelsorten einpacken, die nur wenige Meter nebenan gewachsen sind.

Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz

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