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Goethstraße: Sanierung mit Überraschungen

Lehrte Goethstraße: Sanierung mit Überraschungen

Bei der Sanierung an der Goethestraße gibt es böse Überraschungen. Anwohner sprechen von unkoordinierten Arbeiten und Pannen. Die Stadtverwaltung nennt indes "viele Kleinigkeiten", die das Projekt behindern - darunter die nicht kalkulierte Entsorgung von belastetem Boden. Der Termin für die Fertigstellung der Straße verschiebt sich wohl ins Frühjahr 2017.

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Die Sanierung der westlichen Goethestraße verläuft nicht ohne Komplikationen.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Ende Juli haben die Arbeiten auf dem Teilstück der Goethestraße zwischen dem Grenzgraben und der Straße An der Weide begonnen. Seitdem beobachteten Anwohner unter anderem, dass dieselben Bereiche mehrfach ausgekoffert und wieder verfüllt wurden. Vieles deute darauf hin, dass man im ersten Anlauf vergessen habe, Leitungen zu legen und daher das Erdreich ein zweites Mal aufreißen musste, heißt es.

Auch von einem von Baufahrzeugen umgefahren Stromverteilerkasten ist die Rede. Letztgenannte Panne habe zu mehr als vier Stunden Stromausfall geführt. Und schließlich seien riesige Betonblöcke im Erdreich gefunden worden, welche die Kanalisation abdeckten und von denen offenbar zuvor niemand etwas wusste. All das müsse zu enormen Verzögerungen führen, und möglicherweise koste die Sanierung auch mehr Geld.

Beides bestätigt die Stadtverwaltung. Wenn es anfangs hieß, das Projekt werde spätestens Anfang 2017 fertig, so rechne man damit jetzt für das Frühjahr, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Mit den ursprünglich kalkulierten 550.000 Euro für den Ausbau komme man jetzt wohl nicht mehr hin. Ob und inwieweit Mehrkosten auf die Anlieger umgelegt würden, sei aber noch unklar. Sicher sei aber, dass das "nur im geringen Umfang anteilig geschieht".

Insbesondere der überraschende Fund von stark schadstoffhaltigem Boden unter der bisherigen Straße verursache Sonderkosten, sagt Nolting. Diesen sogenannten Z3-Boden habe man als Sondermüll entsorgen müssen. Weil auch schnell ein Gutachten über den belasteten Boden her musste, ruhte die Baustelle sogar für einige Zeit.

Auch die ominöse Betonplatte über den Kanälen habe es tatsächlich gegeben, sagt Nolting. Diese sei wohl vor vielen Jahrzehnten zum Schutz der Leitungen verbaut, aber auf keinen Lageplänen und Bauzeichnungen erwähnt worden. Auch manche Leitungen hätten "nicht dort gelegen, wo sie laut Plänen hätten sein müssen", sagt der Stadtsprecher und nennt Abweichungen von etwa einem halben Meter. Ebenso habe man ein sogenanntes Leitungskreuz für Gas-, Wasser- und Schmutzwasserleitungen im Bereich der Einmündung zur Straße An der Weide neu verlegen müssen.

Von Achim Gückel

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