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Beim Dauerlicht ist kein Ende in Sicht

Lehrte Beim Dauerlicht ist kein Ende in Sicht

Im Bahnhof Lehrte bleiben die Lampen an Gleis 11 auch weiterhin tagsüber eingeschaltet. Das hat die Bahn zumindest ihrem Kunden Udo Draeger aus Hämelerwald mitgeteilt.

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Immer angeschaltet: An Gleis 11 brennen die Lampen Tag und Nacht. Wie lange das noch geht, kann die Bahn nicht sagen.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Draeger hatte sich jüngst beim Zentralen Kundendialog in Berlin beschwert, dass an besagtem Gleis in Lehrte die Beleuchtung schon wieder und nun seit mittlerweile 2012 auf Dauerbetrieb geschaltet ist. Warum die Bahn das Problem nicht in den Griff bekomme, wollte er wissen.

„Ich werde das weiter beobachten und nicht lockerlassen“, kündigt der Hämelerwalder an. Er hatte der Bahn das Dauerlicht erstmals Mitte 2012 gemeldet und danach immer wieder. Die Bahn schickte Techniker. Die kreisten das Problem ein, behoben es Mitte 2013 auch und installierten zwischenzeitlich eine neue Elektronik für die Fernüberwachung.

Draegers „Glück“ währte jedoch nur kurz. Weil ein Modul ausfiel, schaltete die Bahn erneut auf Dauerlicht. Draeger ließ daraufhin demonstrativ an Gleis 11 die Korken knallen und stieß auf das einjährige Bestehen der Rund-um-die-Uhr-Beleuchtung mit Piccolo und einem lauten „Prösterchen“ an.

Es kam jedoch noch kurioser: Im August dieses Jahres illuminierte die Bahn den gesamten Bahnhof - aus Sicherheitsgründen. Denn mittlerweile war dort mehrfach nachts die Beleuchtung ausgefallen. Weil das nicht sein darf, schaltete die Bahn kurzerhand sämtliche Lampen auf allen Bahnsteigen durchgehend an.

Irgendwann war der Defekt aber behoben. Draeger atmete auf, freute sich allerdings zu früh. An Gleis 11 gingen die Lampen erneut an. Nun rückte sogar ein Kamerateam des Norddeutschen Rundfunks (NDR) an, um Lehrtes skurrile Dauerbeleuchtung ins Fernsehen zu bringen. In der Sendung „extra 3 Spezial“ wurde der Beitrag Ende September in der Reihe „Der reale Irrsinn XXL“ ausgestrahlt.

Geändert hat sich dennoch nichts. Auf sein jüngstes Schreiben erhielt Draeger die Antwort, die Gebäudeautomation, die das Bahnhofslicht steuere, sei defekt und müsse umgerüstet werden. Um die erforderliche Mindestbeleuchtung auf den Bahnsteigen zu jeder Zeit zu gewährleisten, müsse daher weiterhin das Dauerlicht brennen. Wie lange noch, kann die Bahn nicht sagen. „Wir sind dabei, eine neue Baugruppe nachzurüsten, die dem aktuellen Stand der Technik entspricht - das wird noch einige Zeit dauern“, heißt es in dem Schreiben.

Draeger will das fünfjährige Bestehen des Dauerlichts auf jeden Fall mit Sekt und Livemusik feiern. „Ich koch’ dann auch was Schönes“, sagt er süffisant.

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