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Brandstiftung: Feuer am Parkschlösschen

Lehrte Brandstiftung: Feuer am Parkschlösschen

Brandstiftung in Lehrte: Unbekannte haben in der Nacht zum Montag an drei Stellen gezündelt - unter anderem am Parkschlösschen im Stadtpark. Die Flammen an dem Gebäude, das zu den schönsten in der Stadt zählt, konnten gerade noch rechtzeitig gelöscht werden. Allein dort beträgt der Schaden etwa 15.000 Euro.

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Der Brandschaden am Parkschlösschen: Verkohltes Fachwerk, zerstörte Regenrinnen und eine verbrannte Tür.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Anwohner hatten gegen 23.30 Uhr den Feuerschein am Parkschlösschen bemerkt. An einem Veranda-Anbau standen das Fachwerk, eine Tür und ein Dachvorstand in Flammen. Die Zeugen alarmierten sofort die Feuerwehr, die schon wenige Minuten später an dem Gebäude eintraf. Nach Ansicht von Rolf Neumann, dem das Parkschlösschen gehört, kamen die Einsatzkräfte wohl gerade noch rechtzeitig. "Zum Glück haben die schnell gelöscht. Neben dem Fachwerk ist eine Fassade aus Styropor. Wenn die gebrannt hätte, wäre es schlimm geworden", meint er.

Den Schaden schätzt Neumann aber auf mindestens 15.000 Euro. "Tür, Fassade und Dach müssen wir erneuern", sagt er. In einem Innenraum sei nun auch ein frischer Anstrich nötig. Außerdem seien durch das Feuer einige Tische und Stühle des angrenzenden Biergartens beschädigt worden. In dem verwinkelten, erst vor wenigen Jahren liebevoll restaurierten Parkschlösschen sind außer dem Restaurant Marg-I noch Büros untergebracht.

Noch während die Feuerwehrleute am Parkschlösschen im Einsatz waren, gab es Hinweise auf ein zweites Feuer - und zwar auf dem Gelände vor dem Schwimmbad am Hohnhorstweg, kaum 200 Meter vom ersten Brandort entfernt. Dort stand ein Schuppen mit mehreren Containern und eingelagertem Müll in Flammen. Auch dort konnten die Feuerwehrleute das Feuer schnell löschen. Das Holzdach und die Balken des Schuppens wurden jedoch schwer beschädigt.

Wenige Minuten später mussten sich die Feuerwehrleute endgültig wie bei einem Hase-und-Igel-Spiel vorkommen. Es gab eine Brandmeldung aus der Friedrichstraße, wiederum nur wenige 100 Meter entfernt. Dort loderten Flammen in einer Steinhütte neben dem Schülercafé. Das Häuschen brannte vollständig aus. Die Stadt schätzt den Schaden an dem alten und kleinen Unterstand auf rund 2000 Euro. Drinnen waren allerdings viele Spielgeräte gelagert, die nun ebenfalls zerstört sind. Über deren Wert gibt es noch keine Übersicht.

Die Polizei schätzt den Gesamtschaden bei den drei Bränden auf 45.000 Euro. Sie sieht auch einen klaren Zusammenhang zwischen den drei Bränden. Wer Hinweise auf die Brandstifter geben kann, sollte sich beim Kriminaldauerdienst unter Telefon (0511) 1095555 melden.

Insbesondere hoffen die Ermittler auf Hinweise durch die Insassen eines roten VW Golf sowie eines anderen schwarzen Wagens. Beide Autos wurden kurz vor dem Ausbruch des Feuers am Parkschlösschen gesehen.

Kurz vor dem Brand kommt ein Einbrecher

Der Schuppen am Schülercafé Friedrichstraße, der in der Nacht zum Montag ausbrannte, ist kurze Zeit zuvor das Ziel eines Einbrechers gewesen. Laut Polizeiangaben kniff der Unbekannte am Wochenende das Vorhängeschloss an der Tür durch und sah sich offenbar im Inneren des Schuppens um. Ob die Täter etwas stahlen, kann durch den Brand in der Nacht zum Montag nun nicht mehr genau festgestellt werden. Die Tat ereignete sich zwischen Freitag, 13 Uhr, und Sonntag, 15 Uhr.

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Von Achim Gückel

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